Arista Networks hat eine neue Switching-Plattformfamilie namens 7360X angekündigt, die laut Hersteller doppelte Systemdichte bei gleichzeitig niedrigerem Stromverbrauch bietet. Damit, so Arista, könne ein CSP (Cloud-Service-Provider) den Bedarf nach höherer Bandbreite mit weniger Leaf-Spine-Tiers erfüllen und zugleich Investitions- wie auch Betriebskosten sparen. Denn mit der neuen Plattform könne ein CSP auf 100G oder 400G migrieren und dabei dank des hauseigenen EOS (Extensible Operating System) netzwerkweit ein einheitliches Software-Image nutzen.

Das Modell Arista 7368X4 packt laut Hersteller acht Slots für 100G- und 400G-Module und somit bis zu 128 100G-Ports auf 4 HE, alle aktiven Komponenten seien austauschbar. Das Gerät biete eine um 50 Prozent höhere Dichte im Vergleich zu herkömmlichen modularen Systemen, benötige dabei aber 60 Prozent weniger Strom. Den Stromverbrauch gibt der Netzwerker mit unter 10 W pro 100G-Port an.

Das System unterstütze 100G QSFP und 400G OSFP oder QSFP-DD. EOS liefere dabei die Traffic-Management-, Automations- und Telemetriefunktionen, die ein Provider für Aufbau und Betrieb moderner Cloud-Netzwerke braucht.

Laut Arista hat man bei der Entwicklung des Systems mit Facebook zusammengearbeitet. So könne der Administrator per Fboss (Facebook Open Switching Software) neben der Control Plane auch Strom und Wärmeeffizienz verwalten.

Das neue Gerät ist laut Arista ab sofort mit 100G-Schnittstellen verfügbar. Der Preis pro 100G-Port liegt laut Hersteller unter 600 Dollar.

Weitere Informationen finden sich unter www.arista.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.