Mit Version 6 seiner Open-Source-Lösung Enterprise Storage hat Suse nach eigenen Angaben die Unterstützung von Containern und Cloud Workloads verbessert, was zudem die Public-Cloud-Integration steigere. Weiter haben die Entwickler nach Herstellerangaben besonderen Wert auf einen verbesserten Datenschutz bei der neuen Version gelegt.

Die softwaredefinierte Speicherlösung soll es Unternehmen ermöglichen, ihre Speicherinfrastruktur zu transformieren und dabei die Kosten zu senken, da die Enterprise Storage auf Standardhardware läuft. Die SDS-Lösung basiere zudem auf dem Ceph Nautilus Release, wodurch Organisationen laut Suse unter anderen von folgenden Eigenschaften profitieren:

  • File, Block und Object: Die Bereitstellung von File-, Block- und Object-Anwendungen soll Speichersilos verhindern und den Zugang zu Daten vereinfachen. Dabei helfen laut Hersteller moderne Such- und Analyse-Tools.
  • Public-Cloud-Anbindung: Schnellere und differenziertere Backups seien nun in der Lage, günstige Public-Cloud-Ressourcen einzusetzen, um die Datensicherung zu optimieren.
  • Skalierbarkeit: Der Einsatz von Public-Cloud-Kapazitäten als Teil des Speicher-Ökosystems erlaubt es, die eigene Infrastruktur einfacher an sich verändernde Anforderungen des Geschäftsbetriebs anzupassen, so Suse weiter.
  • Flexiblerer Datenzugriff: Die optimierte, Policy-basierte Datenplatzierung erlaube es außerdem, Daten problemlos über alle Storage-Tier-Stufen hinweg zu verschieben.
  • IT-Effizienz: Eine einzige skalierbare Speicherlösung erfüllt nach Bekunden des Herstellers alle Speicheranforderungen für containerisierte und Cloud-basierte Workloads, unabhängig davon, wo sie sich befinden. Software-defined Storage schafft so ein Bindeglied zwischen agiler und traditioneller IT und legt damit die Grundlage für die sogenannte IT der zwei Geschwindigkeiten.

Die neue Veröffentlichung basiert nach Suse-Angaben auf der Ceph-Version 14.0.1 (Codename: Nautilus). Außerdem werde openATTIC in das Ceph Manager Dashboard integriert. Anstatt wie bisher in Python 2 wurde die neue Version zudem in Python 3 entwickelt, wie der Hersteller weiter mitteilt. Als Betriebssystem kommt nun Suse Linux Enterprise Server 15 SP1 zum Einsatz (bisher SLES 12 SP3).

Enterprise Storage 6 soll ab Juni 2019 erhältlich sein. Weitere Informationen finden sich unter www.suse.com/storage.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.