Die Deutsche Telekom hat ihre ersten Service-Pakete für NB-IoT (Narrowband) in Deutschland auf den Markt gebracht. Der TK-Anbieter plant, die Verfügbarkeit der schmalbandigen IoT-Netze in allen Präsenzmärkten auszubauen und so die Weichen für den Kommunikationsstandard 5G zu stellen, der im Jahr 2020 an den Start gehen soll. In Deutschland startet der Carrier mit den beiden Service-Paketen NB-IoT Access und NB-IoT Access & Cloud of Things. Dabei handele es sich um ein schlankes NB-IoT-Paket zur Gerätevernetzung beziehungsweise um einen umfangreicheren NB-IoT-Service zur Gerätevernetzung, der auch die Telekom-Plattform „Cloud der Dinge“ mit einbezieht.

NB-IoT-Access ist nach Angaben der Telekom ab 199 Euro erhältlich und umfasst eine sechsmonatige Aktivierung von bis zu 25 SIM-Karten mit jeweils 500 KByte, die im deutschen NB-IoT-Netz gebündelt sind. Zudem sei eine private APN mit IPsec-Key-Verschlüsselung als optionale Zusatzfunktion erhältlich. Das umfangreichere Starterpaket ist ab 299 Euro erhältlich und beinhalte den direkten Zugang zur „Cloud der Dinge“-Plattform der Telekom für das Geräte- und Daten-Management.

Neben dem NB-IoT-Netzausbau arbeitet der Carrier nach eigenen Angaben außerdem mit verschiedenen Partnern bereits an der Umsetzung realer Lösungen, die auf der schmalbandigen Funktechnik basieren. So sei die Telekom in Hamburg beispielsweise gerade dabei, ein Smart-Parking-Service einzuführen, der Autofahrer in Echtzeit über freie Parkplätze informiert. Dazu statte der TK-Anbieter bis zu 11.000 öffentliche und private Parkplätze mit der NB-IoT-Technik aus. In den Stadtzentren von Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Merzig und Moers, wo ebenfalls die Einführung von Smart-Parking-Lösungen geplant ist, soll es zudem möglich sein, einen Parkplatz im Voraus zu buchen.

Für die Parkplatzsuche in Echtzeit werte man via NB-IoT übertragene Sensordaten, Informationen aus Parkautomaten und weitere Datenquellen der Stadt aus, um verlässliche Wahrscheinlichkeitsberechnungen zu erstellen, so der Carrier.

Die Vorteile der NB-IoT-Technik sind laut Telekom die niedrigen Kosten aufgrund des geringen Bandbreitenbedarfs, die gute Versorgung in Gebäuden, die extrem langen Batterielaufzeiten der angeschlossenen Geräte sowie die Nutzung von lizensiertem Spektrum und Anwendung anerkannter 3GPP-Standards. NB-IoT sei zudem auf die Massennutzung ausgelegt und sollen den Weg für 5G bereiten.

Weitere Informationen finden sich unter m2m.telekom.com/de/.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.