Digitale Erpressung hat sich laut den Sicherheitsforschern von Trend Micro zum erfolgreichsten und effizientesten Erwerbsmodell für Cyberkriminelle entwickelt. Die Angriffe werden zunehmend vielseitiger und ausgeklügelter.

Damit stellt die digitale Erpressung auch künftig für Firmen und öffentliche Organisationen ein erhebliches Risiko dar. Wie Trend Micro bereits in den Sicherheitsvorhersagen 2018 dargelegt hat, werden Cyberkriminelle vor allem Unternehmen ins Visier nehmen und dort Schäden anrichten.

Die Forscher gehen davon aus, dass künftig nicht allein Ransomware für die digitale Erpressung eingesetzt wird. Ebenfalls erfolgen die Angriffe nicht nur auf Datenbankdateien, Server und Systeme. Die Attacken werden vielmehr auch Produktionsstätten und Roboter in Fertigungsstraßen treffen. Denn Fabriken und Maschinen enthalten sehr häufig Komponenten, die nur schwer, wenn überhaupt, gegen IT-Gefahren zu sichern sind.

Manche Angreifer spezialisieren sich auf digitale Schmutzkampagnen: Sie verbreiten Propaganda gegen Prominente und Unternehmen, um deren Ruf nachhaltig zu schädigen, falls diese kein Lösegeld bezahlen.

Schließlich wird digitale Erpressung auch weiterhin Phishing-Angriffe und Social Engineering-Techniken nutzen, um Computer und Systeme von Angestellten und Führungspersonen mit Ransomware zu infizieren, oder um einen Backdoor für Datendiebstahl zu installieren.

Weitere Informationen finden sich auf dem Trend Micro Blog:

blog.trendmicro.de/digitale-erpressung-gefahr-auch-2018/.

Den vollständigen Forschungsbericht in englischer Sprache finden Interssierte hier:

documents.trendmicro.com/assets/wp-digital-extortion-a-forward-looking-view.pdf.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.