Fujitsu Siemens Computers hat in einer Pressekonferenz am Eröffnungstag der CeBIT 2008 eine Studie vorgestellt, die sich mit der Frage beschäftig, wie Deutschland zu „Green IT“ steht. Die zugrunde liegende Umfrage des Forsa-Instituts zeigt: Deutsche Bürger wollen einen „Pro-Green“-Ansatz bei öffentlichen Behörden. Das Ergebnis verdeutliche, dass die Befragten klare und hohe Erwartungen an den Staat hinsichtlich des Umwelt- und Klimaschutzes haben. Alle abgefragten Maßnahmen diesbezüglich erhielten eine deutliche Unterstützung.

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Nach Meinung der Deutschen ist ein „grünes Engagement“ bei der IT-Anschaffung noch kein ausreichend wichtiges Kriterium bei Ausschreibungen öffentlicher Auftraggeber – diesen Wunsch äußerten verstärkt Frauen – und das mit 94 Prozent. Doch auch Männer stimmen dieser Aussage mit 86 Prozent zu.

Die Bevölkerung fordert damit in großer Mehrheit – mit 90 Prozent – die Bundesregierung und öffentliche Auftraggeber auf, dem Thema Green IT mehr Bedeutung beizumessen. Dabei sollen auch verstärkt Mehrkosten in umwelt- und klimafreundliche Geräte investiert werden: In Westdeutschland (79 Prozent) war diese Forderung noch etwas ausgeprägter als im Osten (67 Prozent). Darüber hinaus halten die Bürger, einen Mehrpreis für „grüne“ IT-Produkte von etwa 20 Prozent bei den Ausgaben öffentlicher Auftraggeber für angemessen.

„Die Studienergebnisse zeigen uns, dass wir als Unternehmen mit unserem Green-IT-Ansatz auf dem richtigen Weg sind“, sagte Hans-Dieter Wyswua, Senior Vice President bei FSC. Erste EU-Richtlinien zum Thema Ausschreibungen bei öffentlichen Auftraggebern seien in die Wege geleitet.

Damit zeichnet sich ein Trend zu umweltschonenden IT-Geräten in Deutschland ab. Aber diese Erwartungshaltung gelte nicht nur gegenüber der Bundesregierung; auch die Industrie solle viel stärker dieser Verantwortung nachgehen. So fordert zum Beispiel nahezu jeder Befragte die Möglichkeit der umweltfreundlichen Endsorgung von Altgeräten (97 Prozent), den Verzicht auf Giftstoffe bei der Produktion (95 Prozent) und einen möglichst geringen Stromverbrauch von PCs- und IT-Geräten (95 Prozent).

LANline/jos