Unisys bringt eine weitere Version seiner Stealth-Sicherheitssoftware auf den Markt. Neu ist, dass die Lösung nun auch speziell entwickelte IoT-Geräte (Internet of Things) und andere Connected Devices wie medizinische Geräte, Gepäckscanner, industrielle Kontrollsysteme und Überwachungskameras vor Cyberangriffen umfassend schützen kann.

Diese Version der Mikrosegmentierungssoftware sichert IoT-Geräte ab, indem sie sie vor nicht vertrauenswürdigen Netzwerksegmenten innerhalb eines Stealth-geschützten Netzwerks isoliert, um Angriffe und Remote-Manipulationen an den Geräten zu verhindern. Gleichzeitig sind laut Unisys so Unternehmensnetzwerke vor Gefahren geschützt, die von ungesicherten Geräten ausgehen könnten.

Wenn sich die Stealth-Software auf IoT- und Spezialgeräten nicht installieren lässt, steht die Lösung als virtuelles oder physisches Gateway zur Verfügung. Damit seien sauf dem Spezialgerät an sich keine Hardware- oder Softwareänderungen erforderlich.

Dies erweitere die Möglichkeiten der Mikrosegmentierung auf Geräte und Daten, die zuvor für Angriffe und unbefugten Zugriff sehr anfällig waren, erklärte Dr. Uwe Heckert, Vice President Public Sector EMEA und General Manager Deutschland. Damit ließe sich beispielsweise in einem Krankenhaus der unberechtigte Zugriff auf medizinische Geräte und Patientendaten verhindern und gleichzeitig ein sicherer Datenfluss in Echtzeit von den medizinischen Geräten zu elektronischen Gesundheitsakten ermöglichen. Gleichzeitig reduzierten sich die Kosten für die Umsetzung von Compliance-Anforderungen mit flexiblen Sicherheitskontrollen.

Wie jedes andere vernetzte System sind IoT-Geräte wie beispielsweise Patienten-Überwachungsmonitore und Infusionspumpen anfällig für Cyberattacken. Zusätzlich verbieten proprietäre Betriebsplattformen und Branchenvorschriften häufig, dass die Sicherheitseinstellungen auf den Geräten selbst regelmäßig aktualisiert werden. Daher müssen sich Krankenhäuser, Unternehmen und sonstige Organisationen auf die eingebauten Sicherheitsfunktionen der Gerätehersteller verlassen. Doch gerade diese speziell entwickelten Geräte müssen in der Lage sein, die Sicherheit über statische, werksseitig bereitgestellte Kontrollen hinaus zu erweitern, um mit den sich immer schneller verändernden und zunehmend ausgefeilteren Cyberbedrohungen Schritt zu halten Stealth weite die Möglichkeiten der Mikrosegmentierungssicherheit auf diese Geräte aus.

Das Analystenhaus Gartner hat Mikrosegmentierung als eine der wichtigsten Techniken der Information Security identifiziert. Herkömmliche medizinische Geräte, die nicht dafür ausgelegt waren, mit Internetzugang betrieben zu werden, sind nun auf einmal ans Internet angebunden. Dies erhöht das Sicherheitsrisiko und die Angriffsoberfläche erheblich, so Gartner. Die Marktbeobachter empfehlen daher ausdrücklich, dass Krankenhäuser Zonen für die Segmentierung von vernetzten medizinischen Geräten schaffen.

Weitere Informationen stehen unter www.unisys.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.