Mit der Version 4.4. von Univention Corporate Server (UCS) führt Univention zahlreiche neue Funktionen ein, die die Sicherheit und den Komfort der Lösung verbessern sollen. Die Anwendung Admin Diary (siehe Bild oben) unterstütze Administratoren dabei, ihre administrativen Aktivitäten nachvollziehbar zu machen. Außerdem lassen sich in der neuen Version Passwortrichtlinien strikter und flexibler festlegen, so der Hersteller.

Des Weiteren umfasse UCS 4.4 nun eine weitere Möglichkeit für die Integration von in Microsoft-Domänen betriebenen Services. Anwender sollen außerdem von einem erweiterten Self-Service profitieren, der zahlreiche Admin-Anfragen überflüssig macht. Zeitgleich zur Version 4.4 hat Univention eine aktualisierte Version von UCS@school speziell für Schulen und Schulträger veröffentlicht, die eine Anbindung externer Services vereinfachen soll.

Die wichtigsten Neuerungen von UCS 4.4 sind laut Hersteller:

  • Admin Diary: Mit der neuen App „Admin Diary“ lassen sich administrative Ereignisse einer UCS-Umgebung zentral einsehen und auswerten. Über ein Modul der Univention Management Console kann der Administrator Änderungen an Benutzern, Gruppen oder anderen Objekten im Verzeichnisdienst genauso nachverfolgen wie Updates von Servern oder die Installation und Deinstallation von Apps. Auf Admin Diary können mehrere Administratoren zugreifen und Kommentare an Events einfügen.
  • App Center erweitert: Administratoren können jetzt am Benutzerobjekt im Management-System auswählen, auf welche App der Benutzer oder die Benutzerin in welchem Umfang Zugriff hat. Alle installierten Apps stellt die Lösung übersichtlich via Logo dar. Außerdem lassen sich Apps mit Hilfe verschiedener Filterfunktionen zu Lösungskategorien, Lizenztypen und Herstellerempfehlung nun schneller im App Center finden, und über „Vote for Apps“ können Anwender für neu vorgeschlagene Apps im App Center stimmen. Mit den neuen „Install Permissions for Apps“ legen App-Anbieter fest, welche Versionen einer App nur nach Abschluss eines Vertrags als Enterprise App über das App Center zugänglich sein sollen.
  • Erweiterung im Self-Service: Nutzer können das Web-Interface des Self-Services nun nicht mehr nur für das Zurücksetzen ihres Passworts, sondern auch für das Editieren der eigenen Kontaktinformationen nutzen, was  Administratoren entlasten soll. Die Endanwender erhalten außerdem die Möglichkeit, den Self-Service zum Einladen neuer Nutzer per Mail zu verwenden.
  • Funktions- und Technik-Updates: Durch die Aktualisierung auf Samba 4.10 unterstützt UCS 4.4 nun den Aufbau von Vertrauensstellungen mit Active Directory von Microsoft und vereinfacht so den Zugriff auf Services von Microsoft. Ebenfalls lassen sich jetzt „Fine-Grained Password Policies“ definieren, die striktere und flexiblere Passwortrichtlinien ermöglichen.
  • Die Darstellung der Univention Management Console (UMC) hat der Hersteller nach eigenen Angaben in vielen Punkten ebenfalls überarbeitet, darunter beispielsweise eine Optimierung auf kleine Displays. Die Radius Apps für UCS und UCS@school hat Univention vereinheitlicht und verbessert, sodass sich Passwörter für WLAN Access Points nun Web-basiert über UMC einfügen lassen.
  • UCS@school 4.4: Das Release der für den Bildungsbereich optimierten Lösung von Univention erfolgt gleichzeitig mit der neuen Version von UCS. Neuerungen sind die weitere Automatisierung des Installationsprozesses für Schul-Server und die einfachere Anbindung externer Services wie E-Mail, Cloud, Stundenplansoftware, eine neu eingerichtete Rolle für Mitarbeiter für den Zugriff auf pädagogische Ressourcen sowie die Optimierung des Web-Portals für Landes-, Schulträger- sowie Schulinstallationen.

UCS 4.4 ist ab sofort verfügbar. Univention bietet für Interessierte eine kostenlose UCS Core Edition oder verschiedene Subskriptionsmodelle mit Enterprise-Support und bis zu sieben Jahren Wartungsgarantie an. Weitere Informationen finden sich unter www.univention.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.