Der Ettringer Anbieter Computent hat mit Computent Secure eine Lösung für den sicheren Fernzugriff im Portfolio, die den Einsatz von VPN-Routern und -Clients überflüssig machen soll. Per USB-Stick von jedem Windows-Rechner aus sowie per Iphone- oder Ipad-App verbindet sich der Anwender mit der Secure Box, einer Remote-Access-Appliance, die hinter dem Router positioniert ist.

Mehr zum Thema:

NCP stellt IPSec-VPN-Clients für Android vor

VPN-Gateway mit SSL-VPN-Sandbox

F5: SSL-VPN unterstützt Android 4.x

 

Für die Einrichtung eines herkömmlichen IPSec-VPNs muss man den Router gegen einen VPN-Router austauschen, jedes Endgerät braucht einen IPSec-Client; damit bestehe Bedarf an einer einfacheren Lösung, so der Softwareanbieter aus Ettringen im Unterallgäu. Bei der Computent-Lösung könne man den bestehenden Router weiterhin einsetzen, es werde lediglich ein Port geöffnet, der SSHv2-Verkehr auf die Secure Box hinter dem Router umleite. Die Zugriffssteuerung per Anwender erfolge daraufhin Policy-basiert.

 

Auf Anwenderseite sieht Computent zwei Lösungsvarianten vor: Erstens besteht die Möglichkeit, per hardwarecodiertem USB-Stick von einem beliebigen Windows-Rechner aus auf die Unternehmensressourcen zuzugreifen. USB-Stick und Passwortabfrage sorgen dabei für eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Zweitens gibt es eine Apple IOS App, mit der ein Anwender die SSH-Verbindung zur Box und damit zu einem Terminal-Server oder seinem PC herstellen kann.

 

Die Einrichtung der Secure Box erfolgt laut Computent per Browser-basiertem Interface. Der Administrator könne einem Benutzer auch mehrere Zugriffswege (USB-Sticks oder SSH) zuweisen. Über Logs sei jeder Benutzerzugriff nachzuvollziehen.

 

Mit der Lösung zielt Computent auf Unternehmen aller Größen sowie auf Dienstleister. Für letztere sei es besonders nützlich, dass man sich mit dem gleichen Stick auf die Netze aller Kunden aufschalten könne, in denen der Dienstleister eine Computent-Box installiert hat.

 

Bei der Lizenzierung gibt es zwei Modelle: Die Basic Box mit einem Stick und maximal zwei lizenzierbaren Anwendern kostet laut Liste 345 Euro netto. Die Pro-Variante, auf die man per Lizenzschlüssel upgraden kann, umfasst eine Box mit 4 MBit/s WAN-Kapazität, von Computent empfohlen für bis zu zehn simultane Zugriffe. Diese Box kostet 480 Euro netto zuzüglich 119 Euro pro Stick oder 99 Euro für eine SSH-Lizenz.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.computent.de.

Mittels Computents IOS App baut der Anwender eine SSH-Verbindung zur Secure Box und damit zu seinen Ressourcen im Unternehmen auf. Bild: Computent