VSFF-Stecker für Ultra High Density im RZ

Direktverbindung

7. Januar 2022, 7:00 Uhr | Doris Piepenbrink/jos

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Wichtige Merkmale

Weniger ist mehr: Für Direktverbindungen reichen als Anschlusskomponenten der VSFF-Stecker, ein Kupplungselement für die Patch-Ebene sowie ein Mehrfachstecker aus. Hinzu kommen entsprechende Patch- und Trunk-Kabel. Mehr benötigt ein Verkabelungssystem nicht. Je weniger Koppelstellen eine Verkabelung benötigt, umso weniger Dämpfungsverluste treten auf und umso installations- und wartungsfreundlicher ist sie.

Push-Pull-Mechanismus erlaubt hohe Packungsdichten: Mit acclAIM sind Packungsdichten bis zu 192 Fasern pro HE möglich. Daher war es wichtig, eine Lösung zu finden, bei der ein Installateur trotz der dicht aneinander gereihten Patch-Kabeln mit den kleinen VSSF-Steckern diese gut anschließen und wieder lösen kann.
Für den MDC spricht, dass er über einen Push-Pull-Mechanismus angeschlossen wird, der im Knickschutz integriert ist.

Einfache Polaritätsanpassung: Darüber hinaus lässt sich bei dem MDC die Polarität besonders einfach wechseln: Dazu muss der Installateur lediglich den Push-Pull-Kickschutz abziehen, die Duplexverbindung um 180 Grad drehen, den Knickschutz wieder darüber schieben und am Steckergehäuse einrasten lassen. Dies ist in Sekunden erledigt.

Migrationsfähig und zukunftssicher: Die Lösung kann für Multifiber- wie Duplex-Verbindungen dienen. Zudem ist sie voll integrierbar in heutige bidirektionale Standardinstallationen mit herkömmlichen SFP-Modulen: Durch die Zweifasertechnik des MDCs lassen sich LC-Duplex-Ports einfach durch MDC-zu-LC-Hybridkabel an die ­acclAIM-Patch-Panel anbinden.
 

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direkte Verbindung jeder Einzelfaser von Keramik-Ferrule zu Keramik-Ferrule
Die direkte Verbindung jeder Einzelfaser von Keramik-Ferrule zu Keramik-Ferrule schafft besonders gute Übertragungseigenschaften und geringe Einfügedämpfungen.
© Legrand

Zudem ist der MDC für DD-SFP- und DD-QSFP-Anschlüsse ausgelegt. RZ-Betreiber können einen MDC direkt daran anschließen. Auf diese Weise eignet sich die Verkabelung für direkte Verbindungen mit Datenraten bis 400 GBit/s und mehr. Andere Lösungen benötigen dafür Adapter, die zusätzliche Dämpfung in die Verbindung einbringen und Mehrkosten verursachen. In Summe erzielt dieses auf einem VSFF-Stecker basierende System mit wenigen Komponenten eine nachhaltige Installation mit längeren Lebenszyklen als dies die bisher vorherrschenden Lösungen bieten können.

Legrand-Verkabelungslösungen über Geiger

Das exemplarisch vorgestellte Verkabelungssystem acclAIM wird in die Infinium-Produktfamilie von Legrand integriert. In Deutschland soll sie über den IT- und RZ-Dienstleister Geiger erhältlich sein, der derzeit die LAN- und Datacenter-Verkabelungssysteme von Legrand Datacenter Solutions im deutschsprachigen Raum einführt. Geiger erweitert so sein Verkabelungs-Portfolio um neue, skalierbare Verkabelungslösungen wie acclAIM sowie um modulare High-Speed-Kupfer- und LWL-Lösungen wie das vorkonfektionierte Verkabelungssystem Legrand LCS³.

Dipl.-Ing. Doris Piepenbrink ist freie Journalistin in München.


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