Weitere Generation von Cluster-Steckverbindern

Für einen effizienten Netzbetrieb

27. Juli 2020, 07:30 Uhr   |  Martin Zimmerman/jos


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Cluster-Steckverbinder einer neuen Generation

Um die manuellen Schritte der Installation und somit die verbundenen Risiken zu reduzieren, können Netzbetreiber auf Cluster-Steckverbinder zurückgreifen. Mit deren Hilfe lassen sich Übertragungsleitungen gruppieren. Die Cluster-Steckverbinder integrieren mehrere RF-Anschlüsse in einer einzigen Schnittstelle. Vorteil dieser Steckverbindungen ist nicht nur, dass sie die Anzahl der Verbindungen reduzieren, sondern auch die Zeit, die für die einzelnen Verbindungen erforderlich ist. So wird die Arbeitszeit, die der Installateur benötigt, reduziert – und gleichzeitig seine Sicherheit erhöht. Dadurch gewinnen sowohl der Betreiber als auch das Montagepersonal. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung der neuartigen Verbindungstechnik lag zunächst auf den Steckverbindern selbst. Im Fokus stand dabei der reduzierte Platzbedarf. Durch den Trend zu komplexeren Funkstandards, wie beispielsweise dem Multiband FDD 4T4R oder dem LTE TDD/5G NR 8T8R, entwickelten sich schließlich Cluster-Verbindungstechniken der nächsten Generation. Diese reduzieren neben Installationszeit und -kosten auch den Platzbedarf.

Organisation der Kabel

Diese Vorzüge ergeben sich zum einen durch eine hohe Steckgenauigkeit. Neue Cluster-Steckverbinder erlauben dem Installateur keine falsche Vernetzung der Anschlüsse, da es nur eine Möglichkeit gibt, den Steckverbinder richtig zu verbinden. Neben der Genauigkeit erhöhen die Steckverbinder auch die Sicherheit. Neuere Cluster-Steckverbindungen verfügen über ein Verriegelungssystem, dass eine sichere und wasserdichte Verbindung erzeugt. Dabei sind die Installateure nicht auf Werkzeug angewiesen. Ein einfaches Klicken informiert den Installateur darüber, dass die Anschlüsse sicher verriegelt sind.

Eine weitere große Herausforderung sind Anordnung und Organisation der Kabel. Mit der zunehmenden Zahl der Anschlüsse und damit einhergehenden Dichte der Installationen geht auch eine höhere Konzentration von Kabeln am Sendeturm einher. Dies resultiert in einer großen Menge an Kabeln, die schwierig zu organisieren sind. Bei der Entwicklung der neuen Generation von Cluster-Steckverbindern haben die Konstrukteure einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, der alle Komponenten berücksichtigt. Die neuen Steckverbindungen erlauben den Einsatz von verschiedenen Kabeln mit verschiedenen Stärken, was zu einer erhöhten Flexibilität beiträgt. Dies resultiert in einer Verkabelung, die flexibel ist und sich in engen Räumen einfacher installieren lässt.

Neben den Vorteilen bei der Installation, Inbetriebnahme und der Organisation der Kabel ergeben die neuartigen Steckverbindungen auch Vorteile für die RF-Leistung und einer erweiterten Funkunterstützung. Fortschrittliche Cluster-Steckverbindungen ermöglichen es Betreibern, die Gesamtleistung der Rückflussdämpfung zu verbessern. Ein Grund dafür ist der Einsatz robusterer Design- und Testansätze.

Fazit

Ein Cluster-Steckverbinder der neuen Generation reduziert die Installationszeit und Fehlerquote. So können Betreiber die neuen Techniken schneller, kostengünstiger und sicherer in Betrieb nehmen. Gleichzeitig lassen sich Vorzüge wie etwa Multiband und verschiedene Technikoptionen  optimal nutzen. Schlussendlich ermöglicht die Cluster-Verbindungstechnik ein effizientes und damit profitables Netz, das sowohl den Betreibern als auch den Nutzern Vorteile bietet.  Martin Zimmermann/jos

Martin Zimmerman ist Engineering Fellow bei CommScope, www.commscope.com.

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