Virtual Instruments hat sich für die aktuelle Marktentwicklung neu positioniert und wird seine Geschäfte künftig unter dem Namen Virtana führen. Für den Schritt nennt Chris James, Director of EMEA Marketing bei Virtana, zwei Gründe: „In den vergangenen zehn Jahren hat Virtual Instruments die Performance von virtualisierten Umgebungen überwacht, da ergab der Name Sinn. Mittlerweile geht die Entwicklung am Markt in Richtung Multi-Cloud und auch wir haben unser Portfolio entsprechend erweitert, sodass der alte Name uns nicht mehr weiterhilft.“ Der neue Namen setze sich aus „Virtual Instruments Realtime Analytics and Automation“ zusammen.

Parallel zur Umbenennung hat das Unternehmen zudem die Einführung von CloudWisdom, eine SaaS-basierte Überwachungsplattform für die Planung, Analyse und Optimierung von Cloud-Workloads, -Dienstleistungen und -Ressourcen angekündigt. Das Cloud-Monitoring-Know-how hat sich der Hersteller mit der Übernahme von Metricly im August dieses Jahres ins Haus geholt. Mit der Neupositionierung sieht sich Virtana nun für die aktuelle Marktentwicklung bestmöglich aufgestellt. „Immer mehr Applikationen, Container, Micro-Services etc. laufen in der Multi-Cloud, also in Umgebungen, die vom lokalen Rechenzentrum über die Private Cloud bis in die Public Cloud reichen“, erläuterte James im Gespräch mit LANline. Virtana sei nun in der Lage, jede Applikation unabhängig von ihrem Standort zu überwachen. „Wir stellen sicher, dass die Applikation funktioniert und auf der bestmöglichen Umgebung läuft“, sagte der Virtana-Mann.

Der Hersteller ist nach eigenen Angaben nun in der Lage, die drei zentralen Herausforderungen für das Management von hybriden IT-Infrastrukturen zu bewältigen: schnelle Problembehebung, effiziente Verwaltung von Kapazitäten und Kosten sowie eine Automatisierung der Workload-Platzierung. Dazu stellt Virtana nach eigenen Angaben eine anwendungsorientierte, KI-gestützte Echtzeit-Überwachungs- und Analyseplattform bereit, die auf den hauseigenen Lösungen VirtualWisdom, WorkloadWisdom und der neue CloudWisdom-Plattform basieren. Auf diese Weise sei es möglich, in hybriden Infrastrukturen eine umfassende Überwachung, richtliniengesteuerte Kapazitätsoptimierung und automatisierte Problemlösung zu offerieren.

Die CloudWisdom-Plattform bietet eine zenrale Konsole für die Full-Stack- und Cloud-native Überwachung. Die enge Integration mit VirtualWisdom soll das Angebot zu einer umfassenden Management- und AIOps-Plattform für hybride Infrastrukturen machen. Diese kombiniere umfassende und auf KI-basierende Kapazitäts- und Leistungsanalysen mit einer Kostenanalyse und -optimierung, die auf den Workload-Anforderungen basiert. Darüber hinaus soll CloudWisdom den hauseigenen CMR-Service (Cloud Migration Readiness) ergänzen, der wichtige Informationen über das Workload-Verhalten von Anwendungen bereithält, die in die Cloud verschoben werden.

Als wichtigste Funktionen von CloudWisdom nennt Virtana:

  • voreingestellte und anpassbare Dashboards,
  • selbstlernende Anomalieerkennung,
  • voreingestellte und konfigurierbare Warnmeldungen,
  • Workload-Analyse und Sizing-Empfehlungen,
  • Rechnungsanalyse und -Reporting sowie
  • Reservierungsempfehlungen.

Der Hersteller bietet den Cloud-Dienst als kostenlose 30-tägige Testversion an. Sie sammelt und analysiert über diesen Zeitraum Daten und umfasst laut Hersteller einen Konfigurationsassistenten, eine automatisierte Erkennung der Infrastruktur und Anwendungen. Das Angebot beinhalte das gesamte Portfolio an Netzwerk-, Computing- und Storage-Integrationen sowie Installationsdokumente und Zugriff auf Schulungsvideos.

Weitere Informationen finden sich unter www.virtana.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.