Mit dem neuen Clustered Data Ontap 8.2 vollzieht Netapp einen weiteren Schritt, seine Unified-Storage-Systeme zu einer Software-Defined-Storage-Plattform auszubauen. Die virtuellen Storage-Server von Netapp trennen ähnlich wie bei der Server-Virtualisierung die physische Storage-Hardware von den per Virtualisierung bereitgestellten Speicher-Management-Funktionen und erreichen dadurch eine sehr hohe Verfügbarkeit. Eine mandantenfähige QoS-Steuerung, integrierte Backup-Funktionen und eine höhere Skalierbarkeit runden das Leistungsspektrum der neuen Netapp-Generation ab.

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Für die neue Version seines Storage-Betriebsystems Clustered Data Ontap 8.2 wirbt Netapp mit einer Verfügbarkeit von über 99,999 Prozent. Die Speicherdienste werden mit Ontap 8.2 über so genannte Storage Virtual Machines (SVMs) bereitgestellt, die an die Stelle der bisherigen Vserver treten. Durch diesen „Software-Defined Storage System“-Ansatz lassen sich die von einer SVM verwalteten Daten im laufenden Betrieb unterbrechungsfrei auf andere Storage-Controller migrieren, zum Beispiel wenn eine leistungsfähigere Controller-Hardware benötigt wird oder ein Generationswechsel ansteht.

 

Auch die neue Ontap-Generation stellt Unified Storage bereit und unterstützt Protokolle wie NAS, iSCSI, Fibre Channel (FC), FCoE (Fibre Channel over Ethernet), SMB 3.0, ODX und pNFS v4.1. Zudem wurde die Integration mit den VMware Vsphere Storage APIs, der Horizon Suite und der Vcloud Suite erweitert.

 

Mit der neuen Ontap-Version lassen sich im NAS-Modus maximal 24 Controller-Knoten zu einem Cluster zusammenschalten, der bis zu 69 PByte Speicherkapazität bereitstellen kann. Ein NAS-Cluster unterstützt bis zu 12.000 NAS-Volumes und ist in der Lage, mehr als 100.000 Clients zu bedienen. Im SAN-Betrieb mit iSCSI oder FC sind bis zu 8 Cluster-Nodes mit maximal 49.000 LUNs möglich.

 

Damit Service-Provider ihren Kunden die gewünschte Storage-Performance garantieren können, hat Netapp Ontap 8.2 um QoS-Funktionen (Quality of Service) erweitert. Mit ihnen lässt sich die vom Storage-System mindestens bereitgestellte NAS- oder SAN-Performance auf der Ebene von Dateisystemen, Volumes, LUNs oder SVMs garantieren.

 

Netapp hat zudem in Ontap 8.2 die von Snap Vault und Snap Mirror bekannten Backup-Funktionen integriert. Die blockbasierte Backup-Technik verwendet kleine 4-KByte-Blöcke, wodurch die Delta-Sicherungen sehr effizient sind. Komprimierung und Deduplizierung verringern die zu übertragenden Datenmengen zusätzlich.

 

Die Daten älterer Ontap-Installationen lassen sich bei NAS-Systemen per Replikation auf das neue Clustered Ontap 8.2 migrieren. In iSCSI- und FC-Umgebungen kann Netapp die Daten über seine Professional Services mit einer speziellen Appliance migrieren. Für kleinere Unternehmen bietet Netapp auch kostengünstige Einstiegsmodelle als Single-Node-System sowie als Switch-lose Konfiguration an.

 

Netapp hat für seine Storage-Controller außerdem zwei neue Flash-Cache-Module mit je 2 TByte vorgestellt, die die bisherige Speicherkapazität verdoppeln. Sie beschleunigen Random-Read-intensive Anwendungen wie File-Services, Messaging, OLTP-Datenbanken sowie die Server- und Desktop-Virtualisierung.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.netapp.com/de/products/platform-os/data-ontap-8/index.aspx

Das neue Clustered Data Ontap 8.2 verwandelt Netapp-Speichersysteme in virtuelle Storage-Server mit integrierten QoS- und Backup-Funktionen. Bild: Netapp