VMware hat seine vRealize Cloud Management Platform (CMP) aktualisiert. Sie soll es Unternehmen erleichtern, Hybrid-Cloud-Umgebungen auf der Basis von VMwares SDDC-Stack (Software-Defined Data Center) zu implementieren, zu betreiben und zu verwalten. Neu sind die Produktversionen vRealize Operations 6.7, vRealize Automation 7.4, vRealize Business for Cloud 7.4, vRealize Orchestrator 7.4, vRealize Log Insight 4.6 und vRealize Suite Lifecycle Manager 1.2, zusammen erhältlich als vRealize Suite.

vRealize Operations 6.7 bringt laut VMware-Angaben eine neue Engine für die Kapazitätsanalyse. Diese sorge für den Echtzeitüberblick über Kapazitätsauslastung und -nachfrage. Sie biete Techniken zur Erkennung wiederkehrender Trends oder Spitzen und erleichtere es, Kapazitäten zu verwalten, genauer und schneller zu planen sowie zu prognostizieren.

Diese Kostenanalysen sollen Einsparungen ermöglichen: durch automatisierte Freisetzung ungenutzter Ressourcen, effizientere Ermittlung der exakten Größe von Umgebungen, „Was-wäre-wenn“-Szenarien und eine nachfragebasierte Kapazitätsplanung über Clouds hinweg – von vSphere-basierten Private Clouds bis Amazon Web Services (AWS) und VMware Cloud on AWS. Die neue Engine soll zugleich als Basis für die Einführung geplanter Machine-Learning-Funktionen dienen.

Die neue Version ermöglicht laut VMware bereits jetzt die kontinuierliche Performance-Optimierung vSphere-basierter Private Clouds, künftig soll auch die von VMware Cloud on AWS folgen. Die Software nutze vorausschauende Analysen und verbessertes automatisiertes Workload-Balancing zur kontinuierlichen Optimierung. Die Integration in vRealize Operations 6.7 und vRealize Automation 7.4 biete erweiterte Funktionen für die initiale Workload-Platzierung im „Closed Loop“-Betrieb (also als geschlossener Kreislauf). Die IT könne dann den eigenständigen  Betrieb aktivieren, um die Auslastung kontinuierlich und automatisch zu optimieren.

vRealize Operations 6.7 biete außerdem eine neue Benutzeroberfläche und eine Out-of-the-Box-Integration mit Wavefront by VMware. Damit sollen IT- und Anwendungsverantwortliche Probleme schneller analysieren und lösen können.

VMware vRealize Automation 7.4 wiederum umfasst laut Herstellerangaben nun 120 kostenlose, kuratierte Blueprints und OVF-Dateien (Open Virtualization Format). Gemeinsam mit Bitnami habe man 20 neue Blueprints und über 100 neue OVFs gängiger Anwendungen und Datenbanken wie GitLab, Hadoop, Jenkins und MongoDB hinzugefügt. Außerdem biete Version 7.4 einen benutzerdefinierten Designer für die einfache Erstellung von Service-Request-Formularen und erweiterte Mandantenfähigkeit.

Der neue VMware vRealize Suite Lifecycle Manager 1.2 schließlich dehne das Lifecycle-Management auf das integrierte IT-Content-Management in Infrastruktur- und Cloud-Umgebungen aus. Zu den neuen Funktionen zählen ein In-Product Marketplace als integrierter „App Store“ für die Out-of-the-Box-Nutzung von VMware- und Partnerlösungen sowie Funktionen für automatisierte Release-Pipelines. Die Content-Management-Funktionen sollen es ermöglichen, vRealize-Inhalte schnell, qualitativ hochwertig und einheitlich über mehrere Umgebungen hinweg zu verwalten.

Die VMware-Lösungen sind als Service im Abomodell ebenso verfügbar wie als lokale Installation im klassischen Lizenzmodell. vRealize Automation 7.4, vRealize Business for Cloud 7.4, vRealize Log Insight 4.6, VMare vRealize Operations 6.7, Orchestrator 7.4 und vRealize Suite Lifecycle Manager 1.2 werden laut Hersteller voraussichtlich Anfang Mai auf den Markt kommen. Weitere Informationen finden sich unter www.vmware.com/de.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.