VMware hat auf seiner Hausmesse VMworld Neuigkeiten rund um seine Virtual-Workspace-Plattform Workspace One vorgestellt. Diese soll damit zur ersten Unfied-Endpoint-Management-und Security-Lösung für alle handelsüblichen Endgeräte-Plattformen werden. Über APIs lasse sich die Lösung mit den großen Endpoint-Plattformen integrieren.

Workspace One verbindet laut VMware-Angaben die Endpoint-Management-Technik von Airwatch mit Funktionen für die Verwaltung der Benutzeridentitäten. Dies umfasse dank der Horizon-Technik für virtuelle Anwendungen und Desktops auch Windows-Umgebungen.

Dem herkömlichen PC-Lifecycle-Management setzt Workspace One Self-Service-Abläufe für Onboarding etc. entgegen, wie man dies von Mobilgeräten her kennt. Für Sicherheit soll dabei die Möglichkeit sorgen, jedes Gerät in Echtzeit unter Quarantäne zu stellen und zu aktualisieren. Diese Funktionen seien für Windows 10 wie auch für Mac OS verfügbar.

Workspace One unterstütze nun zudem das Management von Chrome-Geräten. Damit umfasse das abgedeckte OS-Spektrum IOS, Android, Windows 10, Mac OS und Chrome OS. Cloud-basierte Peer-to-Peer-Verfahren sollen die Softwareverteilung großer Anwendungen erleichtern und kostspielige Zweigstellen-Server obsolet machen.

Die Lösungen „Horizon 7 with VMware Cloud Foundation“ und „Dell EMC VDI Complete withHorizon Apps“ sollen Compute-, Storage-, Netzwerk- und Infrastruktur-Management zusammenführen. Gemeinsam mit Horizon Cloud könne ein Unternehmen damit zwischen einer elastischen On-Premise-Infrastruktur oder der Cloud wählen.

Zudem lasse sich das Management von Windows-Desktops und -Anwendungen mit der „Just in Time Management Platform“ (JMP) automatisieren. JMP vereine diverse VMware-Tools wie Instant Clone, App Volumes und User Environment Manager in einer einzigen Konsole. Den Unternehmen, die Office 365 einsetzen, soll Workspace One nun die Möglichkeit geben, neben den Geräten und Anwendungen auch Sicherheitsrichtlinien und Datenverlustprävention (Data Leakage Prevention, DLP) zu verwalten.

Mit Workspace One Intelligence gibt es jetzt außerdem einen neuen Zusatz-Service für Workspace One. Dieser soll Informationen und automatisierte Aktionen liefern: Informationen zu Anwendungsbereitstellung, Gerätesicherheit und Nutzung sollen der IT helfen, Performance und Sicherheit digitaler Arbeitsumgebungen zu verbessern. Eine integrierte „Rules-Engine“ soll durch Automatismen Echtzeit-Sicherheit und Performance-Optimierung ermöglichen.

Die Updates in Workspace One sowie „Horizon 7 with Cloud Foundation“ und „Dell EMC VDI Complete with Horizon Apps“ werden laut VMware-Bekunden voraussichtlich im September oder Oktober 2017 allgemein verfügbar sein. Für die Verfügbarkeit von Workspace One Intelligence sei November 2017 angepeilt.

Weitere Informationen finden sich unter www.vmware.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.