Die digitale Transformation stellt nach Meinung von Würth Phoenix, einem zur Würth-Gruppe gehörenden Softwaredienstleister, auch das Monitoring vor neue Herausforderungen. Demnach reiche es nicht mehr aus, nur Server- und Netzwerk-Parameter zusammenzutragen. Stattdessen müsse die IT mittlerweile Störungen im Vorfeld erkennen, proaktiv ungeplante Downtimes verhindern und die Integrität aller Systeme gewährleisten – unabhängig von deren Standort und verfügbaren Anbindung.

Aus diesem Grund hat der Hersteller nach eigenen Angaben seine Unified-Monitoring-Lösung NetEye komplett überarbeitet. In diesem Prozess seien auch die Techniken im Kern der Lösung erneuert worden. Dazu ging Würth Poenix beispielsweise strategische Partnerschaften mit mehreren Open-Source-Unternehmen ein.

NetEye 4 soll die Überwachung der Systeme über alle Monitoring-Silos hinweg konsolidieren und vereinheitlichen. Als Basis der Lösung dient das Open-Source-Projket Icinga in der aktuellen Version 2, so der Softwaredienstleister. Auf diese Weise stelle NetEye eine erprobte REST-API zur Verfügung, über die sich Erweiterungen in das System integrieren lassen. Weiter sei es möglich, kundenspezifische Anpassungen oder künftige Techniken in NetEye über die Schnittstelle einzubinden, ohne dass der Anwender Änderungen am Kern der Lösung vornehmen muss.

Neben Icinga nutzt Würth Phoenix nach eigenen Angaben auch Influxdb, Elasticsearch oder ntop als Kerntechnologien für seine Monitoring-Lösung. Durch die Verwendung von Open-Source-Techniken will der Softwaredienstleister zum einen den Vendor Lock-in von Unternehmen vermeiden. Zum anderen sollen die offenen Standards für ein hohes Maß an Kompatibilität sorgen und Investitionen langfristig schützen.

Im Zuge der Rundumerneuerungen erhalten Administratoren nach Herstellerangaben durch das auf HTML 5 basierende, neu gestaltete User-Interface eine bessere Sicht auf den aktuellen Zustand ihrer IT. Durch die Integration von Elasticsearch seien detaillierte Abfragen und genaue Analysen der erhobenen Monitoring-Daten im Log-Management möglich, sodass sich bessere Prognosen erstellen und im Falle eines Problems dessen Ursache sich schneller identifizieren lässt.

Bei der frühzeitigen Erkennung von Problemen sollen außerdem KI-Techniken (künstliche Intelligenz), die im Modul „IT Operation Analytics“ integriert sind, helfen, so der Hersteller. Administratoren erhalten so die Möglichkeit, Einschränkungen bei den Abläufen im Unternehmen und bei der Produktivität der Mitarbeiter zu minimieren. Die Analyse der Datenströme durch das SIEM (Security-Information- and Event-Management) sowie durch das Log-Management verbessert nach Aussagen von Würth Phoenix außerdem die Sicherheit.

NetEye lässt sich entweder vor Ort als Hardware-Appliance oder aber als Virtual Appliance in die Infrastruktur integrieren. Würth Phoenix bietet die Lösung auf Basis von Microsoft Azure auch als Managed Service an. Dabei kümmern sich laut Herstellerangaben die hauseigenen Experten um die Implementierung, Betrieb und Wartung der Monitoring-Lösungen.

Weitere Informationen finden sich unter www.wuerth-phoenix.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.