Analysten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2025 etwa 22 Milliarden vernetzte Geräte Daten über das Internet austauschen werden (siehe beispielsweise IoT Analytics Research). Darüber hinaus werden laut Akamai Milliarden von Anwendungsinstanzen Billionen Nachrichten senden. Davon können Unternehmen nach Meinung des Service-Providers für CDN-Dienste (Content Delivery Network) zwar enorm profitieren. Zugleich führe dies aber zu Herausforderungen hinsichtlich der Nutzung, Verteilung und des Schutzes von Daten.

So sei beispielsweise der Aufbau und das Management der Infrastruktur, die für die Unterstützung, Skalierung und Absicherung dieser Erlebnisse erforderlich sind, für Unternehmen in der Regel zeit-, kosten- und ressourcenintensiv. Hier soll die neue Cloud-Lösung „Edge Cloud“ von Akamai ansetzen. Die Lösungen nutzen die herstellereigene Edge-Plattform, um die Datenübertragungen an verbundenen Geräte und In-Application Messaging zu optimieren, abzusichern und bestmöglich zu skalieren.

Mit der Lösungsreihe Edge Cloud will Akamai nach eigenen Angaben eine globale Skalierbarkeit ermöglichen, die andere Datenplattformen für das IoT (Internet of Things) und für Messaging nicht bieten können, die auf Anforderungen von Erstanwendern ausgelegt sind, denen es auf Skalierbarkeit, Handhabung und Performance ankommt. Mit der steigenden Zahl der Anwendungsfälle im Bereich IoT und In-Application Messaging wie MQTT (Message Queuing Telemetry Transport) ist es laut Akamai essentiell, Konnektivität von Geräten, Daten in Echtzeit und Funktionen für eine einfache Datenverwaltung bereitzustellen. Mit IoT Edge Connect will der CDN-Service-Provider ein sicheres Framework für diese Anforderungen bereitstellen.

So sei es mit dem Service möglich, dass sowohl ressourcenbeschränkte IoT-Geräte als auch Anwendungen, die MQTT für Messaging verwenden, Informationen zu einem bestimmten Thema an einen Server, der als MQTT Message Broker fungiert, zu senden oder zu veröffentlichen.

Entwickler sollen mittels IoT Edge Connect Interaktionen zwischen Millionen von Endgeräten mit geringer Latenz realisieren und Daten in Echtzeit verarbeiten können. Für Unternehmen, die den Service nutzen, sei es zudem nicht nötig, ihr Netzwerk, ihre Rechenleistungen und Datenbanken großartig auszubauen. Auch sollen sie weniger Sicherheitsvorfälle verzeichnen und eine einfachere Handhaben erhalten, ohne kostenintensive unternehmenseigene IoT- und In-Application-Messaging-Netzwerke betreiben zu müssen.

Als Hauptmerkmale von IoT Edge Connect nennt Akamai:

  • Skalierbarkeit: IoT Edge Connect ist nach Bekunden des Herstellers so konzipiert, dass es bis zu Hunderte Millionen von Endgeräten und zehnmal mehr Nachrichten unterstützen kann als andere Cloud-Lösungen für IoT oder In-Application Messaging. Der Service senke zudem den Stromverbrauch der Geräte und optimiere die Geschwindigkeit und das Volumen der Datenübertragung.
  • Nutzerfreundlichkeit: Die Abläufe sollen sich weltweit vereinfachen lassen, da das Produkt als ein kontinuierlicher globaler Service konzipiert ist und vollständig mit einem All-in-One-Datenstrom, einer verteilten Datenbank und einem Key-Value-Speicher integriert ist.
  • Sicherheit: Die gegenseitige End-to-End-Authentifizierung gewährleistet eine sichere Kommunikation zwischen verbundenen Endgeräten und der hauseigenen Edge Cloud, so Akamai. Darüber hinaus unterstütze die vollständig verwaltete Lösung auch Anforderungen an die Datenisolierung.
  • Zuverlässigkeit: Unternehmen sollen MQTT einfach und effizient nutzen können. Der Service ist laut Hersteller der einzige Cloud Broker aller wichtigen Cloud-Anbieter, der allen drei QoS-Stufen (Quality of Service) der Internationalen Organisation für Normung entspricht.

Weitere Informationen stehen unter www.akamai.com zur Verfügung.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.