Anritsu gab vor Kurzem bekannt, dass das Modell BERTWaveTM MP2110A nun mit zusätzlicher 4-Kanal- Sampling-Oszilloskop-Option zu haben ist. Damit sei das Gerät in der Lage, geleichzeitig als Mehrkanal-Oszilloskop und als BERT (Bitfehlerraten-Tester) zu fungieren.

Backbone-Netze und Rechenzentren nutzen in zunehmendem Maße 100G-Ethernet, um den prognostizierten Anforderungen an den Datenverkehr für Dienste wie etwa 5G gerecht zu werden. Auch die Implementierung von 400G-Ethernet gehört in dieses Umfeld. Die Funktionalität der in diesen Netzwerken genutzten optischen Module umfasst NRZ/PAM4-Signalisierung, Mehrkanalbetrieb und unterschiedliche Wellenlängen. Dafür waren bislang oft kostenintensive Hochleistungs-Testsysteme nötig. Der steigende Preisdruck macht kostengünstigere Testlösungen erforderlich –  unter Beibehaltung der Flexibilität zur Unterstützung zukünftiger Technik.

Die neue Option eines 4-Kanal-Oszilloskops halbiert laut Anritsu die Gerätekosten pro Kanal bei unveränderter Leistung. Durch Unterstützung eines echten Mehrkanalbetriebs, und zwar sowohl hardware- als auch softwareseitig, ermögliche die neue Oszilloskop-Option hocheffizientes Testen nicht nur von Mehrkanal-Modulen, sondern auch von mehreren Einkanal-Modulen für hocheffiziente Testumgebungen.

Die neue 4-Kanal-Option biete eine leistungsfähige, wirtschaftliche All-in-One -Messgerätekonfiguration für ein kombiniertes 1-/2-/4-Kanal-Oszilloskop und einen BERT und soll damit eine flexible und kostengünstige Testlösung darstellen, die sowohl in Entwicklungs- als auch in Fertigungsanwendungen für optische Komponenten im Bereich von 25G bis 400G eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen stehen auf www.anritsu.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.