A10 Networks, Spezialist für ADCs (Application Delivery Controller), hat mit Lightning ADS (Application Delivery Service) erstmals ein Angebot für die Anwendungsbeschleunigung „as a Service“ vorgestellt. Damit, so A10, unterstütze man nun sämtliche Plattformvarianten: phyische Appliances, virtuelle Appliances und eine auch für SDN (Software-Defined Networking) geeignete Cloud-basierte Lösung. Lightning ADS ermögliche es, Cloud-Services und Applikationen Cloud-übergreifend von zentraler Stelle aus zu monitoren, und lasse sich mit geringem Administrationsaufwand orchestrieren und skalieren.

Der neue Application Delivery Service von A10 Networks basiert auf der Cloud-nativen ADC-Technik von Appcito, einem Anbieter, den A10 dieses Jahr akquiriert hat (LANline berichtete). Mit dem neuen Angebot, so der Hersteller, ermögliche man es Anwenderunternehmen, die ADC-Infrastruktur nicht mehr selbst betreiben zu müssen und stattdessen von phyischen oder virtuellen Appliances problemlos in die Cloud zu wechseln.

Die Architektur der Lösung sieht laut A10-Angaben vor, dass der ADC-Cluster für die Cloud-Services genau vor den Apps in der jeweiligen Cloud-Umgebung positioniert ist, lediglich der Controller verbleibe im Kundennetzwerk. Hierfür unterhalte man Kooperationen mit den führenden Public-/Private-Cloud-Anbietern AWS, Microsoft, Google und VMware. Ein ADS-Betrieb in der Microsoft Cloud Deuschland, also in einem deutschen RZ von T-Systems, soll im ersten Quartal 2017 folgen.

A10s ADC-Service Lightning ADS ist für mehrere Cloud-Umgebungen verfügbar und unterstützt neben Virtualisierung auch die Docker-Containertechnik. Bild: A10 Networks

A10s ADC-Service Lightning ADS ist für mehrere Cloud-Umgebungen verfügbar und unterstützt neben Virtualisierung auch die Docker-Containertechnik. Bild: A10 Networks

Der ADC-Service sei aus deren jeweiligen App Stores heraus buchbar und unterstütze neben Virtualisierung auch die im Cloud-Service-Umfeld verbreitete Containertechnik von Docker. Die Lizenzierung erfolgt laut Michael Scheffler, Area Vice President Sales Central Europe bei A10 Networks, für einen bestimmten Zeitraum; die Instanzen erhielten die erforderlichen Ressourcen, ohne dass der Anwender sich um die benötigte Bandbreite kümmern müsste. Die Cloud-ADC-Umgebung wachse dabei dynamisch mit der Cloud-Server-Umgebung.

Der Funktionsumfang des Application-Delivery-Dienstes ist laut Scheffler nicht zu 100 Prozent deckungsgleich mit dem der lokalen Appliances; man könne aber das Gros der Anwenderunternehmen – lediglich mit Ausnahme von Carriern und Telcos – „ohne Verlust in die Cloud umziehen“. Neben der reinen ADC-Funktionalität liefere Lightning ADS ein DDoS-Monitoring (inklusive Umleitung des Datenverkehrs zu einer separaten DDoS-Mitigation-Hardware) sowie Access Control (Identity- und Access-Management, IAM), optional gebe es ein Pro-Package mit Web Application Firewall (WAF).

Über eine Dashboard-Ansicht hat der Administrator seine ADC-Umgebung und Cloud- und plattformübergreifend im Blick. Bild: A10 Networks

Über eine Dashboard-Ansicht hat der Administrator seine ADC- und Cloud-Umgebung  plattformübergreifend im Blick. Bild: A10 Networks

Für die Unterstützung des Plattformwechsels liefere man Migrations-Tools. Für die Migrations-Services selbst seien aber die Channel-Partner zuständig. Die Basic-Lizenz ist laut A10-Angaben ab 6.000 Euro pro Jahr erhältlich, die Pro-Lizenz ab 11.000 Euro.

Weitere Informationen finden sich unter www.a10networks.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.