Die Data Center Group verlieh am 18. März die Auszeichnungen für das RZ-Energieeffizienzprojekt M1 Mbit Power. Dazu hatte das Unternehmen gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Gebäudetechnologie der RWTH Aachen University einen Wettbewerb für Studierende ausgelobt. Teilnehmer erhielten die Aufgabe, die Energieeffizienz in Rechenzentren mit besonderem Blick auf die Architektur zu verbessern. Das synergetische Nutzungsszenario, ein optimierter technischer Ausbau und nachhaltige Bauweisen mussten zu einem stimmigen Gesamtkonzept geformt werden.

Die sieben Teilnehmer stellten ihre Arbeiten im Unternehmenssitz in Wallmenroth vor. Dort wurden sie von den Juroren der Data Center Group Dr. Dieter Thiel, Uwe Pfeifer, Michael Wörster und Katja Pfeiffer bewertet und prämiert. Die Gewinnerin ist Lubna Akwan. Sie zeigte mit ihrem Projekt „Hochhaus“, wie der Spagat zwischen stark wachsender Rechenzentrumsfläche einerseits und zurückgehenden Freiflächen in den Städten andererseits gelingen kann. Das Konzept der geringen Grundfläche, die sich in die Höhe ausdehnt, in Verbindung mit einem effizienten Abwärmekonzept gab den Ausschlag für den Sieg. Platz zwei belegte Simon Pollnau mit seinem Projekt „IT-Wohnmodul“, der Drittplatzierte Roman Gerbes stellte das Projekt „Wasserstoff“ vor.

Aufgabe war es, ein Szenario zu entwickeln, dass künftige Anforderungen von IoT, KI, autonomem Fahren oder Industrie-4.0-Entwicklungen unter Berücksichtigung der Architektur einbezieht. Konzepte sollten zeigen, wie architektonisch auf Hindernisse reagiert werden kann, wo sich Synergien zwischen technischer Anforderung und Gestaltung ergeben und welche Nutzungsszenarien sich mit einem Rechenzentrum kombinieren lassen. Des Weiteren war insbesondere die anfallende Abwärme sinnvoll oder gar gewinnbringend zu nutzen. Schließlich sollte sich auch der Strombedarf des Gebäudes maßgeblich selbst decken.

„Bislang wurde die Energieeffizienz durch optimierte Infrastrukturkomponenten gesteigert. Ein verringerter Stromverbrauch durch angepasste Architektur beziehungsweise die Integration energetischer Baustoffe war indes selten im Fokus der Planung“, so Prof. Dr.-Ing. Dirk Henning Braun, der das Projekt als Lehrstuhlleiter inneruniversitär begleitete. Daher habe die Data Center Group in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Gebäudetechnologie der Aachener Architekturfakultät Studierende zur Teilnahme am Projekt M1 Mbit Power aufgerufen. Ziel sei es gewesen, ganzheitliche Konzepte einzureichen, die eine Optimierung der Funktion der Datacenter beinhalten und Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen.

Auf dem Bild oben sieht man v.l.n.r.: Professor Dr. Ing. Dirk Henning Braun, Yassine Arraji, Mostafa Yosef, Philip Engelhardt (RWTH), Simon Pollnau, Lubna Akwan, Tobias Schell (RWTH Aachen), Roman Gerbes, Iva Mancheva, Dr. Dieter Thiel, Florencia Wibosono, Uwe Pfeifer und Michael Wörster. Weitere Informationen sind auf www.datacenter-group.com zu finden.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.