Cisco hat seine UCS-Familie (Unified Computing System) weiterentwickelt und die C4200-Server-Plattform eingeführt. Damit erweitert der Hersteller sein Portfolio im Segment der Multi-Node-Server, um eine breitere Palette an Optionen zur Anpassung der Systemkonfiguration an die individuellen Anforderungen von Workloads zu liefern.

Unternehmen sollen mit dem neuen „UCS C42000 Rack Server“ und dem „UCS C125 M5 Rack Server Node“ ihre Anwendungsleistung und Betriebseffizienz maximieren können. Cisco hat die neue 4-Knoten-Server-Lösung (2 HE) nach eigenen Angaben speziell für Unternehmen mit rechenintensiven, skalierbaren Workloads entwickelt. Zudem vereinfache man nun die UCS-Systemverwaltung über alle Formfaktoren hinweg, eliminiere Silos und ermögliche eine fortschrittliche Automatisierung der IT.

Die C4200-Server-Plattform lasse sich mit Cisco Intersight einheitlich mit allen UCS- und HyperFlex-Systemen über eine einzige Cloud-basierte Konsole verwalten. Dies soll die Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung der Infrastruktur vor Ort oder in entfernten, standortübergreifenden Umgebungen vereinfachen.

In dem 2HE-C4200-Chassis lassen sich laut Herstellerangaben bis zu vier UCS C125 M5 Server installieren. Jeder Node umfasst nach Cisco-Angaben unter anderem:

  • bis zu zwei Epic-CPUs von AMD (bis zu 32 Cores pro Socket),
  • 16-DIMM-Steckplätze (acht pro CPU-Socket) für eine Kapazität von bis zu 2 TByte bei der Verwendung von 128-GByte-DIMMs,
  • 2666-MHz-DDR4-Arbeitsspeicher
  • zwei PCIe-3.0-Steckplätze,
  • eine optionale herstellereigene Virtual Interface Card (VIC) der vierten Generation,
  • sechs SAS/SATA-Laufwerke pro C125-Server oder bis zu zwei NVMe-Laufwerke plus vier SAS/SATA-Festplatten pro C125 M5 Server,
  • den herstellereigenen „12G 9460-8i PCIe 12G SAS“-RAID-Controller,
  • eine flexible „OCP 2.0 Network Mezzanine“-Schnittstelle, die Geschwindigkeiten von 10, 25, 40 bis zu 100 GBit/s unterstützt, sowie
  • Interne SD- oder M.2-Boot-Optionen.

Das UCS-4200-Chassis in Kombination mit den C125-Knoten bietet nach Herstellerbekunden folgende architektonische Vorteile:

  • reduzierter Administrationsaufwand und niedrigere Gesamtbetriebskosten mit der Cloud-basierten Management-Plattform Cisco Intersight,
  • vollständige Abstraktion von Konfiguration und Identität für eine richtlinienbasierte Automatisierung über Blade-, Rack-, Multi-Node- und HCI-Systeme hinweg sowie
  • erweiterte virtuelle I/O-Leistung, Flexibilität und Kontrolle mit der optional erhältlichen Cisco VIC.

Weitere Informationen finden sich unter www.cisco.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.