Panduit mit Konzept für das effiziente RZ

Intelligente Gehäuse

02. August 2016, 15:17 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Intelligente Gehäuse

Rechenzentren sind dem Druck ausgesetzt, ihre operative Effizienz zu steigern und rund um die Uhr einen ausfallsicheren Betrieb zu gewährleisten. Wenn jedoch die Transparenz beim eigentlichen RZ-Betrieb fehlt, etwa in Bezug auf den Energieverbrauch und die Kühleffizienz, verfügt die RZ-Verwaltung nicht über die nötigen Daten, um die Energieeffizienz zu optimieren, die Kapazität zu maximieren und die Verfügbarkeit der Dienste gegenüber Kunden oder Anwendern zu dokumentieren. Neue Gehäusedesigns und Analysesysteme eines modernen DCIMs sollen Abhilfe schaffen.

Neue Gehäuse, etwa Net-Access und das Net-Contain-Lüftungssystem, sind die Kernprodukte der "Smart Zone"-Strategie von Panduit und entstanden in Zusammenarbeit mit Hardware-, Software- und Backbone-Lieferanten. Sie sollen die Basis für mehr Transparenz beim Stromverbrauch und bei den Temperaturbedingungen auf Schrank- und Ausgangsdosenebene bilden. Der Hersteller bezeichnet seine Komplettlösungen als "Integrated Infrastructure Solutions" (IIS) und verweist auf die Vorteile der Modularität und die Bedeutung von Vorab-Tests. Die End-to-End-Lösungen sollen für eine schnellere Implementierung sorgen, beispielsweise durch die Rationalisierung des Designs, die zur Vereinfachung der Installation und der Verwaltung der zunehmend komplexen physischen Infrastruktur beiträgt, die für die Optimierung moderner Rechenzentren notwendig ist.

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Neue Gehäuse, etwa Net-Access und das Net-Contain-Lüftungssystem, sind die Kernprodukte der "Smart Zone"-Strategie von Panduit.

Aufgrund des hohen Kostenaufwands für den Betrieb von Rechenzentren müssen Betreiber eine Architektur entwickeln und bereitstellen, die auch künftige Bedürfnisse erfüllen kann. Dies erfordert sowohl eine gewisse Skalierbarkeit, um den sich ändernden Geschäftsanforderungen gerecht zu werden, als auch eine Optimierung der IT-Investitionen. Von Panduit und seinen Alliance-Partnern Cisco, EMC und VCE durchgeführte Qualitätstests haben ein deutlich geringeres Infrastrukturrisiko nachgewiesen. Durch die Anwendung von Informationen auf die Betriebsvorgänge zur Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten erreicht die Architektur eine bessere Betriebseffizienz. Dazu gehören beispielsweise In-Line-Messungen zur Überwachung und Überprüfung des tatsächlichen Energieverbrauchs, der bei den hochleistungsfähigen Rechenzentren der Gegenwart stets ein immer wichtigerer Compliance-Aspekt ist.

Das Angebot an physischen Infrastrukturlösungen von Panduit soll den Herausforderungen hinsichtlich Stromversorgung, Kühlung, Bestands-Management und Konnektivität gerecht werden. Die Systeme unterstützen aktive Geräte, bieten eine gute Skalierbarkeit für Netzwerk-, Rechen- oder Speicherkapazitäten und steigern die Wärmeeffizienz, so der Hersteller.

Angesichts stetig steigender Strom- und Baukosten sind Überkapazitäten und Unterauslastung nicht weiter tragbar. Die Energiekosten für Kühlzwecke machen etwa 37 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Rechenzentrums aus und zählen zu den am schnellsten steigenden Posten bei den Betriebskosten von Rechenzentren. Daher sind Strom- und Kühlkapazitäten weiterhin die Hauptaspekte zur Verbesserung der Effizienz. Die Optimierung der Kühlkapazität ist oft der einfachste Weg für Betreiber von Rechenzentren, kurzfristige Einsparungen vorzunehmen und den PUE direkt zu beeinflussen. Forschungen der Panduit-Laboratorien haben nach Angaben des Herstellers bestätigt, dass das Anheben der Temperatur der Zuluft in Rechenzentren einer der effektivsten Wege ist, den Energieverbrauch zu senken. Eine der wichtigsten Methoden, durch die dieses Energieeffizienzpotenzial realisiert und eine maximale Kapazitätsauslastung erreicht werden kann, ist es, die Vermischung von warmer und kalter Luft im Schrank und auf Raumebene zu vermeiden, um dem Kühlsystem eine höhere Rücklufttemperatur zu liefern und höhere Sollwerte im Raum zu ermöglichen. Ein Anstieg der Wassertemperatur des Kühlaggregats um 1°C ergibt eine Energieeinsparung im Kühlsystem von drei bis vier Prozent.

Die Net-Contain-Systeme mit vertikalem Abluftkanal (VEDs) bieten eine optimierte Energienutzung zur Kühlung bei hochdichten Wärmelasten von mindestens 30 kW pro Schrank. VEDs trennen passiv die warme Abluft von der Kaltluft und leiten die warme Abluft von aktiven Geräten weg in das Lüftungssystem des Computerraums (Heizungs-, Lüftungs-, und Kältetechnik, HLKK). Dadurch lässt sich eine höhere Rücklufttemperatur erzielen, die die Effizienz des HLKK- und Rückkühlersystems um 40 Prozent oder mehr steigert.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

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