Integriertes Umspannwerk erhöht Anschlusskapazität

Interxion erweitert RZ-Campus Ostend in Frankfurt

26. Mai 2020, 08:00 Uhr   |  Jörg Schröper

Interxion erweitert RZ-Campus Ostend in Frankfurt
© Interxion

Mit FRA16 erweitert Interxion sein Portfolio von derzeit 15 auf 16 Rechenzentren.

Mit FRA16 erweitert Interxion sein Portfolio von derzeit 15 auf 16 Rechenzentren. Das neue Rechenzentrum (RZ) entsteht in der Weismüllerstraße 37-39 und lehnt sich im Außendesign an FRA15 an. Die Nachfrage für RZ-Flächen sei aufgrund wachsender Datenmengen ungebrochen hoch, so Interxion. Ein neues Umspannwerk soll zudem die Anschlussleistung erhöhen.

FRA16 werde im modernen und umweltfreundlichen Alucobond-Stil errichtet und damit an das Design von FRA15 angelehnt, so der Betreiber. Gestaltung und Einfügung in das vorhandene Umfeld sind in enger Abstimmung mit dem Frankfurter Bau- und Stadtplanungsamt erfolgt. Nach Fertigstellung sollen rund 4.800 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche und eine IT-Leistung von 9,6 MW sowie einer Gesamtanschlusskapazität von 15 MW bereitstehen. Die Gebäudestruktur werde fertig errichtet, der Innausbau erfolge in zwei Phasen, wobei die erste Phase mit rund 2.400 Quadratmeter IT-Fläche im dritten Quartal 2021 übergeben werden soll. In der zweiten Phase, deren Abschluss für das vierte Quartal 2021 geplant ist, sollen im Rechenzentrum weitere 2.400 Quadratmeter Fläche live gehen. Insgesamt investiert Interxion nach eigenen Angaben 89,2 Millionen Euro in das neue Objekt.

Bedeutendstes Merkmal von FRA16 ist die dem technischen Standard entsprechende, fortschrittliche Ausstattung: integrierte Abgasreinigungsanlage der Notstromversorgung, direkte Konnektivität zur vorhandenen Campus- Inftrastruktur sowie laut Interxion neueste und effizenteste Kälte- und Stromversorgungstechnik.

Eine weitere Besonderheit von FRA16 ist, dass es neben der üblichen Rechenzentrumsfläche das neue Umspannwerk UW91 im selben Objekt beherbergt. Interxion betreibe damit die zweite Anlage mit direktem Anschluss an das NRM-Verteilernetz der Stadt Frankfurt und will damit nach eigenem Bekunden das vor zwei Jahren mit den Netzdiensten Rhein-Main (NRM) initiierte Projekt „Erhöhung der Campus-Anschlusskapazität“ fortsetzen. Ziel dieses Vorhabens ist, die vorhandene Anschlusskapazität auf der 110 kV-Ebene der NRM um weitere 56 MVA zu erhöhen.

Zu den Bestandteilen dieses Plans gehört unter anderem die Neuverlegung und Erweiterung vorhandener NRM-Trassen aus dem Norden von Frankfurt zum Interxion-Rechenzentrum-Campus Ostend. Mit der Fertigstellung von FRA 16 Ende 2022 schließe das Projekt rund um die Erhöhung der Anschlusskapazität mit einer weiteren Investitionssumme von 29,4 Millionen Euro ab. Final will Interxion somit eine Anschlussleistung von 131,5 MVA nutzen können.

Interxion bildet nach eigenen Angaben einen Teil der kritischen Infrastruktur in Frankfurt und unterstütze mit seinen Leistungen das Wirtschaftswachstum der Region wie auch des Landes. Denn nur mit ausreichender Anbindung und RZ-Flächen können Unternehmen schnelle und zuverlässige Internet-basierende Dienste anbieten. Dies sei angesichts der umfassenden weltweiten Digitalisierung eine wichtige Voraussetzung für den künftigen Erfolg und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Weitere Informationen stehen unter www.interxion.com zur Verfügung.

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