Mit „Ivanti Cloud“ hat IT-Management-Spezialist Ivanti eine neue Cloud-Plattform vorgestellt, die den IT-Betrieb mit Sicherheitsdaten und -prozessen zusammenführt. Ein Unternehmen soll damit seine Umgebung schnell überprüfen und Erkenntnisse daraus ziehen können, so das US-Softwarehaus mit Hauptsitz in Salt Lake City, Utah. Auf der Basis von Echtzeit-Geräteanalysen biete die Plattform konkrete Empfehlungen: Sogenannte „Smart Advisors“ geben laut Ivanti priorisierte, datenbasierte Vorschläge für Folgeschritte, um die Effizienz von IT-Prozessen zu steigern.

Ivanti Cloud erfasst und verwaltet laut Anbieterangaben Daten von allen Servern und Endpunkten eines Unternehmens. Dabei diene sie als zentrale Drehscheibe für Security- und IT-Betriebsteams. Die IT-Abteilung erhalte so einen schnellen, einheitlichen Überblick über den aktuellen Zustand der Umgebung, darunter Kontextangaben zu Benutzeraktivität, Sicherheit und Gerätestatus.

Ivanti Cloud stellt den Zustand der IT-Umgebung wie branchenüblich als Dashboard dar. Interessant: Es sind auch Suchanfragen in gesprochener Sprache möglich. Bild: Ivanti

Ivanti Cloud stellt den Zustand der IT-Umgebung wie branchenüblich als Dashboard dar. Interessant: Es sind auch Suchanfragen in gesprochener Sprache möglich. Bild: Ivanti

Durch Daten zu Echtzeit-Sicherheitsstatus, Softwarelizenznutzung oder Hardwaregarantien könne das IT-Team schnell Systeme erkennen, die Aktivitäten oder Sicherheitsmaßnahmen erfordern. Es müsse nicht mehr auf Scans warten oder veraltete Daten verwenden. Mittels Suche in natürlicher Sprache könne es fehlerhafte Systeme oder Schwachstellen wie etwa fehlende Patches einfacher erkennen.

Abfragen wie zum Beispiel zu Netzwerkverbindungen gibt die Software auch in einer Tablet-freundlichen Ansicht aus. Bild: Ivanti

Abfragen wie zum Beispiel zu Netzwerkverbindungen gibt die Software auch in einer Tablet-freundlichen Ansicht aus. Bild: Ivanti

Die Komponente Smart Advisors wiederum biete Ratschläge zur Verbesserung des Gerätestatus. Sie liefere Best Practices und priorisiere erforderliche Schritte für IT-Betriebs- und Sicherheitsteams. Die Software normalisiere die Daten und stimme sie zum Beispiel mit dem Active Directory, Asset-Daten und dem Endpoint-Management-System ab, um ein genaues Bild über den Status der Geräte zu erhalten.

Die „Automation Fabric“ könne Prozesse starten oder auf Aktionen in der Cloud wie auch im Unternehmens-RZ hinweisen. Für eine umfassende Systemerkennung und den Datenabgleich biete die Plattform Konnektoren zu System-Management-Lösungen von Ivanti wie auch von weiteren Anbietern.

Die zugrunde liegende Automationsechnik der Plattform stammt aus der Akquisition des Profil-Management-Anbieters RES, die kurz vor der Fusion von Landesk und Heat Software zur heutigen Ivanti erfolgt war, so Holger Fischer, Area Vice President für den DACH-Markt bei dem US-Hersteller. Die Cloud-Lösung wird laut Fischer in den USA sowie in UK gehostet. Die Cloud-Basis ermögliche die unternehmensübergreifende Datenauswertung. Ausgeschlossen sei dabei ein Opt-out, um ausschließlich Peer-Daten zu beziehen und für Smart Advisor nutzen, ohne selbst Daten zu senden: „Opt-in bedeutet, dass man eigene Daten zur Verfügung stellt und im Gegenzug Peer-Daten einsehen kann. Eine andere Möglichkeit ist nicht vorgesehen“, so Fischer.

Ivanti Cloud ermittelt aus den erhobenen Echtzeitdaten zur Unternehmensumgebung konkrete Handlungsempfehlungen. Bild: Ivanti

Ivanti Cloud ermittelt aus den erhobenen Echtzeitdaten zur Unternehmensumgebung konkrete Handlungsempfehlungen. Bild: Ivanti

Ivanti Cloud ist derzeit ausschließlich via Public Cloud beziehbar, also nicht über MSP-Partner (Managed-Services-Provider). Das Angebot ist in Ivantis Enterprise License Agreements (ELAs) enthalten oder als Abonnement pro Knoten erhältlich. Die Lösung ist laut Hersteller ab sofort verfügbar. Bis Jahresende ist das Angebot kostenlos, ab 1.1.2020 fallen 15 Dollar pro Node und Jahr an.

Weitere Informationen finden sich unter www.ivanti.de.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.