F5 Networks erweitert sein Angebot an Diensten für Cloud-native Anwendungen: Services für die sichere und Performance-optimierte Bereitstellung von Cloud-Applikationen sind künftig nicht nur lokal oder aus einem F5-Rechenzentrum, sondern direkt über den AWS Marketplace erhältlich. Den Anfang der neuen „F5 Cloud Services“-Reihe macht ein Dienst für den Aufbau einer sekundären DNS-Infrastruktur.

Mit seinen Cloud-Services will F5 hochverfügbare, bequem per Self-Service beziehbare und vollständig verwaltete SaaS-Lösungen liefern. Diese lassen sich laut dem Spezialisten für Applikationsoptimierung innerhalb weniger Minuten via AWS bereitstellen und konfigurieren. Ziel ist es, für die bestmögliche Absicherung, Hochverfügbarkeit und Performance moderner Appplikationslandschaften zu sorgen, also von Cloud-nativen Anwendungen, Micro-Services und Container-Umgebungen. Die Abrechnung erfolgt AWS-üblich nach Nutzung („Pay as you go“).

Als erster Service steht ein Dienst für die Einrichtung einer sekundären DNS-Infrastruktur laut F5 ab sofort im AWS Marketplace zur Verfügung. Das sekundäre DNS dient dazu, die Hochverfügbarkeit einer Unternehmensinfrastruktur zu erhöhen: Bei Angriffen auf die hauseigenen DNS-Server kann das Unternehmen auf die Cloud-basierten Ausweich-Server zurückgreifen. Ralf Sydekum, Technical Manager DACH bei F5, mahnte im Gespräch mit LANline, DNS-Sicherheit werde in den Unternehmen häufig vernachlässigt; falle aber der unternehmensinterne DNS-Server aus, dann sei gar kein Teil der IT-Umgebung mehr erreichbar.

Die Einrichtung eines sekundären DNS erfolgt natürlich durch die Netzwerktruppe des Unternehmens. Generell aber zielt F5 laut Ralf Sydekum im Sinne des DevOps-Konzepts (Ineinandergreifen von Entwicklung und IT-Betrieb) darauf ab, Entwicklern und Endanwendern die Einbindung von Security- und Optimierungsfunktionen gleich beim Aufsetzen ihrer Cloud-nativen Anwendungen zu erleichtern: „Wir wollen Application-Services noch einfacher konsumierbar machen“, so Sydekum. Ein benutzerfreundliches Interface und das von AWS bekannte Framework sollen dabei die Komplexität der Einrichtung von GSLB (Global Server Load Balancing, standortübergreifende Lastverteilung) oder einer WAF (Web Application Firewall) vor dem Anwender verbergen.

Application Delivery as a Service (ADaaS) offeriert F5 – wie andere Wettbewerber in diesem Marktsegment – bereits seit Jahren, zum Beispiel seinen DDoS-Mitigationsdienst Silverline. Jetzt allerdings, so Sydekum, könne ein Entwickler erstmals F5-Services einfach per AWS Marketplace hinzubuchen.

Neben dem bereits verfügbaren sekundären DNS sind laut F5 Dienste für GSLB und WAF bereits als Preview erhältlich. Das Unternehmen plane, künftig weitere Services anzubieten, um Anwendungen in der Cloud sicher und optimiert bereitzustellen und zu nutzen. Dadurch, so Sydekum, schaffe man den Brückenschlag zwischen DevOps und SecOps/NetOps (Sicherheits- und Netzwerkbetrieb).

Weitere Informationen finden sich unter www.f5.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.