Die HDBase-T Alliance – branchenübergreifender Interessensverbund zur Förderung und Weiterentwicklung des HDBase-T-Standards – gibt die Gründung einer Medical Work Group zur Entwicklung eines Industriestandards für sichere Konnektivität im Healthcare-Umfeld bekannt. HDBase-T sei die am besten geeignete Technik für die digitale Hochleistungskonnektivität und ermöglicht die Konvergenz von Audio und Video, Ethernet, Bedienelementen, USB sowie Strom über ein einziges Kategorie-6-Kabel bis zu einer Distanz von 100 Metern. Mit Glasfaser sind sogar noch weitere Entfernungen möglich.

Der Bedarf an digitaler Hochleistungskonnektivität im Gesundheitswesen steigt laut der Allianz kontinuierlich. HDBase-T biete genau die hohe Leistung, niedrige Latenzzeiten und die Flexibilität, die für Operationssäle, Patientenüberwachung und Diagnostik erforderlich sind. Es soll zudem die Verkabelungsinfrastruktur vereinfachen, die Interoperabilität zwischen Herstellern optimieren und unkomprimierte Übertragungen mit hoher Bandbreite ermöglichen. Bei fortschrittlichen Bildgebungs- und Operationsverfahren sei HDBase-T unerlässlich.

„Das Hauptaugenmerk der Medical Work Group liegt darin, die Konnektivität aller relevanten Geräte im Gesundheitssektor zu vereinfachen, indem der HDBase-T-Standard an die Markt- und Zertifizierungsanforderungen medizinischer Produkte angepasst wird“, erläutert André Fortdran, Co-Vorsitzender der HDBaseT Alliance Medical Work Group und Product Marketing Manager Medical bei Adlink. „Langfristiges Ziel ist es, HDBase-T im Zuge einer herstellerübergreifenden Interoperabilität als bevorzugten Konnektivitätsstandard innerhalb dieser Branche zu etablieren. Um die Einsatzmöglichkeiten von HDBase-T im Medizinbereich entsprechend auszuweiten, beobachten, analysieren und bewerten wir den Healthcare-Markt intensiv und identifizieren so die Potenziale aktueller und zukünftiger Anwendungsfälle.“

Die Medical Work Group will nach eigenem Bekunden die spezifischen Herausforderungen dieses so wichtigen und innovativen Techniksektors meistern und die konkreten Spezifikationen gemäß weltweiter Vorschriften definieren.

„Die HDBase-T Alliance identifiziert und adressiert weiterhin alle Sektoren, die von fortschrittlichen, leistungsstarken, kabelgebundenen Verbindungen profitieren können“, so Ariel Sobelman, Präsident der Vereinigung. „Der medizinische Sektor ist für uns folglich ein logischer nächster Schritt, da der Healthcare-Bereich technologisch immer weiter expandiert und auf die zuverlässigsten Konnektivitätssysteme, die auf dem Markt erhältlich sind, angewiesen ist. HDBase-T kann diese hohe Leistung liefern – einfach und ressourcenoptimierend.“

Mitglieder der neu gegründeten Medical Work Group sind Adlink, Advoli, Aten, Fabrimex, LG Electronics, Silora R & D und Valens. Interessierte Unternehmen, die einen Beitrag zur Arbeit dieser Arbeitsgruppe beisteuern wollen, lädt die Gruppe ausdrücklich dazu ein. Die Allianz zählt nach eigenen Angaben mehr als 150 Mitglieder. Der Verwaltungsrat setzt sich aus Vertretern von LG Electronics, Samsung Electronics, Sony Pictures Entertainment, Valens und General Motors zusammen. Weitere Informationen stehen unter hdbaset.org/ zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.