Al Gore plädiert für Innovation und Regulierung

25. Mai 2008, 22:00 Uhr   |  

In einer per Webcast übertragenen, standortübergreifenden Telepresence-Videokonferenz diskutierte Nobelpreisträger und Ex-US-Vizepräsident Al Gore am 19.3.08 mit Cisco-Chef John Chambers über den Klimawandel und die Rolle der IT. Gore forderte eloquent einen "neuen Sinn für die Dringlichkeit" der Problematik und stellte fest: "Die meisten Unternehmenslenker sind den politischen Führern weit voraus." Die Folge: "Wir sehen allmählich Bewegung, aber noch nicht annähernd genug" - und dies, obwohl führende Wissenschaftler einhellig Konsequenzen forderten. Gores Fazit: "Wir brauchen nur den politischen Handlungswillen." Für mehr Umweltverträglichkeit sei dabei Innovation auf Herstellerseite ebenso nötig wie die Regulierung des Verbrauchsverhaltens. Die Konsumenten brauchen "ein Preissignal" für die Konsequenzen des CO2-Ausstoßes, forderte er. Chambers riet zu einem Fokus auf die Stadtgebiete, die heute 80 Prozent der Umweltverschmutzung verursachten, obwohl nur rund 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Das Dilemma fasste Gore in die Formel: "Es heißt, wenn du schnell vorankommen willst, geh allein; wenn du weit kommen willst, geh mit anderen zusammen. Wir wollen weit gehen, und das schnell."

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