Lancom-Kommentar zur Digitalisierung des Handels

Digitale Preisschilder

12. Juni 2020, 09:30 Uhr   |  Anna Molder

Digitale Preisschilder
© Lancom Systems

Als Teil des Konjunkturprogramms hat die Bundesregierung eine temporäre Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen: Vom 1. Juli bis zum Jahresende soll die Senkung des Satzes von 19 auf 16 Prozent sowie von sieben auf fünf Prozent erfolgen. Einige Einzelhandelsketten haben angekündigt, den Preisnachlass an Kunden weiterzugeben. Das bedeutet die kurzfristige Erneuerung tausender Preisschilder in Supermarktfilialen. Wie das ressourcenschonend gelingen soll, erklärt Lancom-Systems-CTO Christian Schallenberg im nachfolgenden Gastkommentar.

Mit der jüngst beschlossenen Mehrwertsteuersenkung soll die Corona-geschwächte Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen. Die Mehrheit der Einzelhändler begrüßt diese Entscheidung und will Verbraucher durch niedrigere Preise entlasten. Das neue Auszeichnen der Produkte und das Drucken und Austauschen von Etiketten kann jedoch für viele Filialleiter eine Mammutaufgabe darstellen, die fehleranfällig und mit personellem Aufwand verbunden ist.

Wie nie zuvor haben wir in den letzten Wochen erlebt, dass Digitalisierung – verantwortungsvoll gestaltet – das Leben in vielen Bereichen leichter macht. Denken wir an Home-Office oder Home-Schooling. Wie unter einem Brennglas wurden Chancen und Defizite sichtbar.

Der Handel hat das Potenzial digitaler Lösungen früh erkannt: Logistik, Warenbestand und Kassensysteme sind bereits digitalisiert. Ein weiterer Digitalisierungsbaustein sind elektronische Preisschilder, sogenannte ESLs (Electronic Shelf Labels). Die Anbindung an das bestehende Warenwirtschaftssystem erfolgt kabellos und batteriebetrieben direkt per Funk. Informationen wie Preisänderungen, Artikelbeschreibung, Herkunftsland, Handelsklasse und Lieferantennummer können die Nutzerin Echtzeit aktualisieren.

Abgesehen von staatlichen Maßnahmen wie der aktuellen Mehrwertsteuersenkung lassen sich jegliche Art der Preisgestaltung effizient und flexibel abbilden. Daraus ergeben sich zahlreiche Anwendungsszenarien: Bestimmung des optimalen Preises, eine direkte Reaktion auf Online-Preisänderungen sowie Bestpreis-Strategien und zeitlich befristete Promotions. Denkbar ist auch, die automatische Preissenkung verderblicher Produkte kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, um der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken.

Weitere Informationen stehen unter www.lancom-systems.de zur Verfügung.

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