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Technik der 2010er Jahre veränderten die Arbeit von Systemadministratoren

Eine Reise in die IT-Geschichte

23. Juli 2020, 05:30 Uhr   |  Thomas Timmermann/jos

Eine Reise in die IT-Geschichte

Ein Blick auf das vergangene Jahrzehnt der IT zeigt: Die 2010er waren in vielerlei Hinsicht eine Phase des Ausbaus und der Umsetzung neuer Techniken. Techniken, die schon Anfang der 2000er angekündigt wurden, aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht umsetzbar waren, wurden in den 2010ern real. Höhere Verarbeitungs- und Netzwerkgeschwindigkeiten sowie günstigere Mini-Computer führten zu umfassenden Veränderungen in der IT-Welt. Und natürlich hat sich durch all diese Änderungen auch der Arbeitsalltag von Systemadministratoren enorm gewandelt.

Eine wichtige IT-Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts ist die Erhöhung der Bandbreiten. Wahrscheinlich hatte sie sogar die größte Auswirkung auf andere Techniken in der IT-Landschaft. Diese  wurden nahezu alle durch die gesteigerte Bandbreite verbessert, leichter zugänglich gemacht oder durch die schnellere Datenübertragung überhaupt erst möglich. So wäre beispielsweise Cloud Computing von und zu Remote-Servern nicht zweckmäßig, wenn Daten nicht schnell genug übertragen würden. Bei langsamen Internet-Verbindungen hätte es das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) gar nicht in private Haushalte geschafft. Greift ein Anwender online auf Web-Dienste zu, müssen die Reaktionszeiten denen einer lokalen Applikation entsprechen. Daher kann man mit Sicherheit sagen, dass eine schnellere und kostengünstigere Übertragung sowie die daraus ermöglichten Techniken auch die tägliche Arbeit von Systemadministratoren stark verändert haben.

Up in the Cloud

Die Einführung von Cloud Computing begann Mitte der 2000er Jahre mit dem Launch von Amazon Web Services, etablierte sich allerdings erst vollständig im nächsten Jahrzehnt. 2010 herrschte ein regelrechter Hype um die Cloud, und es war zu diesem Zeitpunkt vielen noch immer unklar, wie man sie am besten nutzen sollte. Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine klarere Struktur, und immer mehr Unternehmen verlagerten zumindest Teile ihrer Infrastruktur in die Cloud.

Auch für IT-Fachkräfte bedeutete dies ein Wandel in ihrer Arbeit, denn sie mussten weniger physische On-Premises-Infrastruktur und mehr Services in der Cloud verwalten. Statt Hardware einzurichten, Software zu installieren und Kabel zu verlegen, mussten sich Administratoren mit Online-Instanzen, elastischen Speichern und anderen Cloud-spezifischen Techniken auseinandersetzen. Seitdem sind sie zunehmend mit hybriden Umgebungen aus physischer Hardware und Cloud-Services bis hin zu Containern konfrontiert.

Das IoT verändert die IT-Infrastruktur

Eine weitere Technik, die im letzten Jahrzehnt realisiert wurde und ihren Nutzen bereits in diversen Bereichen gezeigt hat – von Smart Cities bis hin zu Industrie 4.0 –, ist das Internet der Dinge.

Die Entstehung des IoTs ist auf das Zusammentreffen verschiedener Faktoren zurückzuführen: Kommunikationsprotokolle wie MQTT waren einfach zu verwenden und effektiv, wenn es um die Verbindung von Geräten geht. Währenddessen ermöglichte Hardware mehr Rechenleistung auf kleineren Chips und einen geringeren Stromverbrauch. Schließlich begann mit der Veröffentlichung des ersten Raspberry Pi im Jahr 2011 das Aufkommen von Mikrocomputern, die wiederum eine stärkere Anwendung von Logik und Kontrolle über smarte Geräte ermöglichten.

Für viele Systemadministratoren bedeutete dies, dass sie sich nicht nur um die traditionellen IT-Elemente, sondern auch um eine ganze Reihe neuer Geräte und Protokolle kümmern mussten; so zum Beispiel in Unternehmen, die Sensoren zur Überwachung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit nutzen oder Sensoren zur Standortermittlung einer Fahrzeugflotte mit Hilfe von Geo-Location-Trackern einsetzen. Diese Geräte, deren Implementierung und Integration in bestehende Umgebungen sowie deren Protokolle haben IT-Administratoren eine neue Dimension eröffnet, die es zunächst zu verstehen gilt. Während dies bereits eine Herausforderung ist, müssen sie sich darüber hinaus auch mit dem Thema Sicherheit von IoT-Geräten und den vorherrschenden Bedenken beschäftigen.

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1. Eine Reise in die IT-Geschichte
2. Sicherheit wird zur großen Sache
3. Das Ende der „mobilen“ Admins

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