Gastkommentar von Oliver Ebel, Citrix

Fünf Gründe für eine neue IT-Führungskultur

28. April 2021, 12:00 Uhr   |  Oliver Ebel/wg

Fünf Gründe für eine neue IT-Führungskultur
© Wolfgang Traub

Die Pandemie hat die digitale Transformation der Unternehmen beschleunigt. So meinen 71 Prozent der Deutschen laut einer Citrix-Umfrage, dass Home-Office und flexible Arbeitsmodelle auch nach der Pandemie eine große Rolle spielen werden. Neben flexiblem Arbeiten – aufgrund der Pandemie derzeit eben vorrangig von zu Hause aus – rücken neue Technologien wie 5G, künstliche Intelligenz (KI) und Cloud Computing in den Fokus. Unternehmen müssen jetzt erkennen, dass sie eine neue Führungskultur in der IT brauchen, argumentiert Oliver Ebel, Area Vice President Central Europe bei Citrix, im nachfolgenden Gastkommentar und nennt dafür fünf Gründe.

1. Das neue Normal erfordert engere Zusammenarbeit zwischen HR und IT: Im neuen Normal stehen zunehmend Technologie, das Wohlbefinden der Mitarbeiter und deren Flexibilität im Fokus. Dafür müssen zahlreiche Prozesse digitalisiert werden. Dies erfordert eine neuartige Kooperation zwischen HR und IT. Die Abteilungen müssen gemeinsam strategisch für die Zukunft planen und ihre Expertise kombinieren. Es gilt, das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu sichern, neue Arbeitsabläufe einzuführen und der dezentralen Belegschaft die bestmögliche Arbeitsweise zu gewähren. Nur wenn IT und HR enger zusammenrücken und so entstehende Synergien nutzen, lässt sich gesteigerte Mitarbeiterproduktivität mit einem erhöhten Wohlbefinden kombinieren.

„Die optimale Employee Experience ist keine hohle Phrase mehr
© Citrix

„Die optimale Employee Experience ist keine hohle Phrase mehr“, meint Citrix-Manager Oliver Ebel.

2. Die optimale Employee Experience ist keine hohle Phrase mehr: Mitarbeiter wissen zunehmend, was sie wollen – und was sie nicht wollen. Laut einer aktuellen Citrix-Studie ist die Hälfte der Befragten der Meinung, dass Unternehmen nicht interessant für Arbeitnehmer sind, wenn sie keinerlei flexible Arbeitsoptionen anbieten. Um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, müssen Unternehmen in Zukunft daher die optimale Employee Experience anstreben. Ein zentraler Faktor: Konsistenz. In Zuge der zunehmend flexiblen Arbeitsweise darf diese nicht an den Unternehmensgrenzen enden. Mitarbeiter brauchen von jedem Endgerät die bestmögliche Erfahrung. Dabei ist wichtig, dass Führungskräfte in Zukunft die Employee Experience vom ersten Kontaktpunkt an durchdenken – inklusive des Bewerbungs- und Onboarding-Prozesses.

3. Nicht nur ein Faktor bestimmt das Wohlbefinden der Mitarbeiter: Unternehmen müssen verstehen, dass zahlreiche Faktoren das Wohlbefinden von Mitarbeitern beeinflussen. Einer davon ist die Employee Experience, die im Bewusstsein der Verantwortlichen immer weiter in den Fokus rückt. Aber auch weitere physische, psychische, soziale, finanzielle oder emotionale Aspekte müssen Unternehmen in Zukunft stärker berücksichtigen. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Die IT kann optimale Arbeitsumgebungen der Zukunft schaffen: durch ein vielfältiges Angebot von Opt-in-Programmen und das Implementieren von Technologien, die den Arbeitsalltag der Mitarbeiter individuell erleichtern.

4. Die Krise hat die digitale Revolution beflügelt und Unternehmen müssen Schritt halten: Die Veränderungen im Rahmen der Pandemie haben die digitale Transformation enorm beschleunigt. Immer mehr Menschen verfügen über High-Speed-Internetzugänge, schnelle mobile Endgeräte wurden der Standard, 5G feierte sein Debüt und neue Cloud-Technologien unterstützen Unternehmen zunehmend beim Etablieren einer flexiblen Arbeitsweise. Die Cloud ist der zentrale Treiber der neuen Normalität. Sie ermöglicht die benötigte Flexibilität, indem sie Daten, Anwendungen und Prozesse von physischen Infrastrukturen entkoppelt. Um weiter von der digitalen Transformation profitieren zu können, müssen Verantwortliche jetzt zahlreiche Herausforderungen bewältigen: Mitarbeiter müssen von überall auf ihre benötigten Daten zugreifen können, ohne dabei Verbindungsproblemen oder Sicherheitsrisiken ausgesetzt zu sein. IT-Führungskräften müssen daher in Zukunft Cloud-Computing, Konnektivität der nächsten Generation und umfassende IT-Sicherheit, beispielsweise durch Zero-Trust-Modelle, priorisieren.

5. Die intelligente Zukunft der Arbeit wartet nicht: IT-Führungskräfte müssen nicht nur an Morgen, sondern auch an Übermorgen und das nächste Jahrzehnt denken. Citrix' Work-2035-Studie zeigt: Technologie hat einen großen Einfluss auf Personal, Arbeitsmodelle und -umgebungen. 77 Prozent der Befragten meinen, dass KI in fünfzehn Jahren Entscheidungsprozesse unterstützt und dadurch die Produktivität steigern wird. 72 Prozent glauben zudem, dass sich bis 2030 mehr Umsatz auf KI als auf menschliche Beschäftigte zurückführen lässt. Es lohnt sich also heute schon, das Potenzial von KI zu erkennen und offen für diese neue Technologie zu sein.

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