University of Utah untersucht Nutzen von Doppel- und Großmonitoren

Große Bildschirme machen produktiver - solange sie nicht zu groß sind

13. März 2008, 10:06 Uhr |

Größere Bildschirme erhöhen bei Standard-Office-Applikationen die Produktivität erheblich. Doch es gibt ein Optimum - danach steigt der Zeitbedarf wieder an. "Es gibt Bereiche, wo die Geldverschwendung offensichtlich ist", sagt Professor James Anderson von der University of Utah, und meint damit die Bildschirmgröße bei so normalen Büroarbeiten wie dem Erstellen von Powerpoint-Präsentationen oder dem Bearbeiten von Tabellen und Textdokumenten. Denn in einer gemeinsam mit dem Monitorhersteller NEC durchgeführten Untersuchung kommt sein Institut zu dem Ergebnis, dass größere oder doppelte Bildschirme die Produktivität erheblich steigern. Wer beispielsweise einen 24-Zoll-Monitor benutzt, ist gegenüber den Kollegen mit einem 18-Zoll-Monitor um 52 Prozent schneller. Und wer zwei 20-Zoll-Monitore verwendet, ist immerhin noch um 44 Prozent schneller als derjenige, der an einem Single-18-Zoll-Monitor arbeiten muss.

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"Ein 24-Zoll Bildschirm ist die optimale Größe, darüber hinaus geht die Produktivität wieder
zurück; vermutlich weil man nicht mehr alles im Blick hat", sagt Anderson über das Ergebnis seiner
Untersuchung. Doch er warnt die Abteilungs-Chefs vor zuviel Optimismus bei den möglichen
Einsparungen. "Zwar lassen sich durch große Bildschirme theoretisch bis zu 2,5 Stunden pro Tag
einsparen, doch das wird nur erreicht, wenn jemand volle acht Stunden am Computer sitzt und dabei
ausschließlich die entsprechenden Office-Anwendungen ausführt – beides ist sehr unwahrscheinlich",
lautet sein relativierender Kommentar über das Einsparungspotenzial. Ansonsten verwehrt er sich
dagegen, dass seine Untersuchung durch das Sponsoring von NEC ein verzerrtes Bild liefert. "Wir
haben klar herausgefunden, dass 24-Zoll ein Optimalwert ist. Ginge es nach den Anbietern, würden
sie lieber eine nach oben offene Empfehlung sehen. Außerdem rate ich jedem CIO, seine größeren
Bildschirme dort zu kaufen, wo er sie am billigsten bekommen kann", so sein Rat an die
IT-Beschaffungsabteilung.

Harald Weiss/wg


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