Studie von ThycoticCentrify: Riskante Mitarbeiter

79 Prozent gefährden bewusst die Cybersicherheit ihres Unternehmens

03. August 2021, 08:00 Uhr   |  Jörg Schröper

79 Prozent gefährden bewusst die Cybersicherheit ihres Unternehmens
© Wolfgang Traub

Eine globale Umfrage unter mehr als 8.000 Mitarbeitern hat ergeben, dass Arbeitnehmer riskante Verhaltensweisen an den Tag legen, die die digitale Sicherheit ihres Unternehmens gefährden könnten, obwohl sie die Gefahren kennen. Dies ist eine der Kernaussagen einer soeben von ThycoticCentrify veröffentlichen Untersuchung.

Die Ergebnisse seien besorgniserregend – vor allem im Hinblick auf die zunehmende Remote- oder Hybrid-Arbeit. Die Umfrage ergab, dass 79 Prozent der Befragten im letzten Jahr mindestens eine riskante Aktivität im Hinblick auf die Cybersicherheit ausgeführt haben. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Teilnehmer haben im vergangenen Jahr Passwörter in ihrem Browser gespeichert. Eine ähnliche Anzahl (32 Prozent) hat ein Passwort für den Zugriff auf mehreren Websites verwendet. Und etwa jeder Vierte (23 Prozent) hat ein persönliches Gerät mit dem Firmennetzwerk verbunden.

Obwohl sich fast alle Befragten (98 Prozent) bewusst sind, dass individuelle Handlungen wie das Anklicken von Links aus unbekannten Quellen oder die Weitergabe von Anmeldedaten an Kollegen ein Risiko darstellen, sind nur 16 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihr Unternehmen einem sehr hohen Risiko eines Cybersecurity-Angriffs ausgesetzt ist.

Joseph Carson, Chief Security Scientist und beratender CISO bei ThycoticCentrify, erklärt: „Menschen, die in der Cybersicherheitsbranche arbeiten, wissen, wie sich ihre Kollegen verhalten sollten, wenn es darum geht, ihre Geräte sicher zu halten und das gesamte Unternehmen zu schützen. Aber kommen diese Botschaften auch an?“ Carson fordert von den Arbeitgebern, ihre Anstrengungen deutlich zu verstärken, um Mitarbeiter zu den bestmöglichen digitalen Sicherheitspraktiken zu ermutigen und sie an die Risiken zu erinnern, die entstehen, wenn sie ihre Netzwerke nicht sichern.

„Ein Ransomware-Angriff oder ein größerer Sicherheitsverstoß hat schwerwiegende Folgen, der sich über Jahre auswirken kann. Daher muss jedes Unternehmen Sicherheitsprozesse einführen und dafür sorgen, dass diese von den Mitarbeitern auch gelebt werden", betont Carson.

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2. Zu wenig Cybersecurity-Schulungen

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