Trend Micro stellt Endpunkt-Sicherheitslösung für ICS vor

ICS-Umgebungen in Sicherheitskonzepte einbetten

28. Mai 2021, 12:00 Uhr   |  Anna Molder

ICS-Umgebungen in Sicherheitskonzepte einbetten

Der Cybersicherheitsanbieter Trend Micro stellte eine OT-native Endpunkt-Sicherheitslösung vor, die als Teil einer umfassenden Sicherheitslösung für Smart Factories fungieren soll. Das Joint Venture von Trend Micro und Moxa namens TXOne Networks hat dazu die Lösung TXOne StellarProtect entwickelt, um alle OT-Endpunkte, unabhängig von den jeweiligen Umgebungsbedingungen in geschäftskritischen Industrial-Control-System-Umgebungen (ICS) zu schützen.

Die speziellen Anforderungen der Shopfloor-Umgebung an Lösungen, die den Betrieb schützen, ohne zugleich die Leistung zu beeinflussen, stellen eine Herausforderung dar. Herkömmliche Lösungen wie signaturbasierte Antiviren-Programme können zwar bekannte Bedrohungen identifizieren, benötigen jedoch eine konstante Internetverbindung und häufige Updates – was bei betriebskritischen Anlagen nicht umsetzbar ist.

Fortschrittliche, auf Machine Learning (ML) basierende Lösungen sind in der Lage, Anomalien und unbekannte Bedrohungen schnell zu erkennen, bringen aber eine hohe Anzahl an False Positives mit sich, die den laufenden Betrieb beeinträchtigen können. Während eine Applikationskontrolle oder Lockdown-basierte Lösungen zwar schlanker sind und deren Safelist die Bereitstellung vereinfacht, limitieren sie eine Maschine auch auf einen speziellen Anwendungszweck und sind deshalb nur für Systeme mit einer ganz bestimmten Verwendung geeignet. Diese einzelnen Produktlösungen leisten zwar viele hilfreiche Dienste, sind jedoch nicht in der Lage, die erforderliche Flexibilität zu bieten, um die Betriebssicherheit von Produktionsanlagen sowohl zu sichern als auch dauerhaft zu gewährleisten, so die Einschätzung des Sicherheitsanbieters.

TXOne StellarProtect biete mittels Machine Learning und ICS Root of Trust eine ICS-native Endpunktsicherheit gegen bereits bekannte sowie noch unbekannte Malware, so das Trend-Micro-Versprechen. Um redundante Sicherheitsscans und Leistungseinbußen zu vermeiden, sammele ICS Root of Trust über 1.000 ICS-Softwarezertifikate und -lizenzen und verifiziere sie bereits im Voraus. Aufgrund der angewandten Least-Privilege-Policies sei StellarProtect nicht auf eine Internetverbindung angewiesen, um Malware-freie Angriffe abzuwehren. Produktionsunterbrechungen infolge bösartiger Angriffe oder aufgrund von Bedienungsfehlern durch Mitarbeitende sollen sich durch die integrierte Behavior-Learning-Engine von ICS-Anwendungen verhindern lassen.

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