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Cisco-Studienergebnisse

Sicherheit und Datenschutz als Grundlage für Home-Office

10. November 2020, 07:30 Uhr   |  Anna Molder

Sicherheit und Datenschutz als Grundlage für Home-Office
© Cisco

Cisco hat zwei globale Studien mit Ergebnissen für Deutschland veröffentlicht. Sie zeigen die wachsenden Sorgen über den sicheren Datenaustausch während der Pandemie. Die wichtigsten Aufgaben sind aktuell die Erhöhung der VPN-Kapazität (64 Prozent), gefolgt von der Einführung der Multi-Faktor-Authentifizierung (44 Prozent). An der Studie „Future of Secure Remote Work“ nahmen 3.196 Personen aus 21 Ländern teil, darunter 150 aus Deutschland. Für die „Consumer Privacy Survey“ wurden 2.600 Teilnehmer aus 12 Ländern befragt, davon 200 aus Deutschland.

Der Cisco Future of Secure Remote Work Report unterstreicht den Bedeutungszuwachs von Home-Office. Vor der Pandemie waren in Deutschland nur bei 15 Prozent der Unternehmen mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden aus der Ferne tätig. Während der letzten Monate war dies bei 53 Prozent der Fall. Damit einhergehend haben 31 Prozent der deutschen Firmen seit Beginn von COVID-19 einen sprunghaften Anstieg der Cyberbedrohungen und Warnmeldungen um 25 Prozent und mehr erlebt. Kriminelle versuchen dabei gezielt, Sicherheitslücken auszunutzen, wenn Mitarbeitende aus der Ferne auf das Unternehmensnetzwerk und Cloud-Anwendungen zugreifen.

Die größte Herausforderung für die Cybersicherheit ist für die meisten Unternehmen und Organisationen der sichere Fernzugriff (64 Prozent). Die nächstgrößeren Bedenken von deutschen Unternehmen betreffen den Datenschutz (54 Prozent) sowie die Einhaltung von Richtlinien (43 Prozent).

Beim Schutz von Endpunkten gab jeder zweite Befragte an, dass die Absicherung von Büro-Laptops (55 Prozent) und persönlichen Geräten (55 Prozent) in einer Remote-Umgebung schwierig ist. Danach folgen Cloud-Anwendungen mit 42 Prozent und Kundeninformationen mit 31 Prozent. Viele Unternehmen müssen aufgrund der Pandemie nun ihre gesamte IT-Sicherheitsstrategie überdenken, um der neuen flexiblen Arbeitsumgebung gerecht zu werden.

Für 79 Prozent der deutschen Unternehmen ist Cybersicherheit jetzt extrem wichtig oder wichtiger als vor der Pandemie. Fast alle Befragten aus Deutschland (92 Prozent) änderten ihre Cybersecurity-Richtlinien, um die Arbeit an entfernten Standorten zu unterstützen.

Die Teilnehmer aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen machen sich nach wie vor Sorgen über den Datenschutz bei Collaboration- und Videokonferenz-Tools. 87 Prozent sind skeptisch, ob Unternehmen mit Daten sicher genug umgehen. Zudem sehen sie mehrheitlich die Regierungen in der Pflicht, Verbraucherdaten zu schützen. Trotzdem wollen sie wenig oder gar keine Änderungen bei den Datenschutzanforderungen – und das, obwohl nur 38 Prozent der deutschen Nutzer die Datenschutzgrundverordnung positiv sehen. Immerhin kennt mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) die DSGVO.

Ein wichtiges Ergebnis der Cisco Consumer Privacy Survey für Deutschland ist unter anderem, dass 60 Prozent der Befragten besorgt über den Datenschutz von Remote-Collaboration-Tools sind. Außerdem wollen 53 Prozent, dass Datenschutzgesetze beibehalten werden, mit wenigen oder ohne Ausnahmen für pandemiebezogene Daten. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) glaubt, dass sie ihre Daten nicht effektiv schützen können, da sie nicht wissen, was Unternehmen mit ihren Daten machen.

Weitere Informationen stehen unter www.cisco.com zur Verfügung.

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