Eleven stellt seinen E-Mail-Security-Report für August 2012 vor

Sprunghafter Anstieg des Spam-Aufkommens im Juni und Juli 2012

09. August 2012, 06:44 Uhr   |  LANline/sis

Sprunghafter Anstieg des Spam-Aufkommens im Juni und Juli 2012

In den Monaten Juni und Juli verzeichnete das Research-Team von Eleven das höchste Spam-Wachstum seit 2010. Seit April 2012 stieg das Spam-Aufkommen um 115 Prozent. Einem Anstieg um 56,6 Prozent im Juni folgte im Juli ein Wachstum um 56,4 Prozent, so die Studie. Dabei hat Deutschland einen nicht unwesentlichen Anteil, da es in der Liste der größten Spam-Versender weltweit Platz 3 belegte.

Mehr zum Thema:

Security-Report: Zahl der Cyber-Angriffe mehr als verdoppelt

Sprunghaftes Malware-Wachstum im Mai 2012

Norman: Malware wächst Unternehmen über den Kopf

Mehr Sicherheits-Features sollen Anwender vor Spam schützen

Eleven veröffentlicht Compliance-Leitfaden für Mail

Im Juli kamen 8,0 Prozent aller Spam-E-Mails von deutschen Rechnern. Fortgesetzt hat sich auch das Wachstum Malware-verseuchter E-Mails. Deren Volumen stieg im Juli um 54,3 Prozent. Zudem nahmen Phishing-Angriffe um 253,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Dagegen führte die Abschaltung des Grum-Botnets am 18. Juli 2012 nicht zu einem Rückgang der Spam-Aktivität. Experten zufolge war das Botnet das drittgrößte der Welt. Zu Beginn der auf die Abschaltung folgenden Woche war das Spam-Aufkommen laut dem Report dreimal so hoch wie noch eine Woche zuvor.

Im Juli 2012 eroberte Saudi-Arabien den ersten Platz der Spam-versendenden Länder. Bereits im Juni belegte das Land mit 8,2 Prozent aller Spam E-Mails Platz 2 und löste im Juli den Dauerspitzenreiter Indien mit 25,5 Prozent ab – obwohl Indien mit einem Anteil von 15,6 Prozent seinen Wert im Juni erneut deutlich erhöhte. Die USA belegten mit 2,9 Prozent Platz 6. Neu in den Top 10 waren Argentinien (Platz 8) und Spanien (Platz 10).

Laut dem Report blieb die Werbung für pharmazeutische Produkte das dominierende Spam-Thema. Mit einem Anteil von 56,2 Prozent gehörte mehr als die Hälfte aller Spam E-Mails zu dieser Kategorie. Jobangebote kamen auf 8,8 Prozent und Casino-Spam auf 4,9 Prozent.

Im Juni und Juli beobachtete das Research-Team von Eleven eine deutlich stärkere Konzentration des Versands auf einige wenige Herkunftsländer. Insgesamt waren im Juli 2012 die fünf größten Spam-Versender für weit mehr als die Hälfte aller Spam E-Mails verantwortlich (58,2 Prozent).

Mit dem Spam-Aufkommen wuchs auch der Anteil von Spam am gesamten E-Mail-Aufkommen. Während der Wert im Juni noch bei 76,9 Prozent lag, stieg er im Juli 2012 auf 83,4 Prozent. An einzelnen Tagen im Juli durchbrach der Spam-Anteil erstmals seit Abschaltung des Rustock-Botnets im März 2011 wieder die 90-Prozent-Marke, so der Report. Weiter setzte sich im Juni und Juli dieses Jahres der Trend zu gezielten Angriffen per E-Mail gegen Nutzer aus einzelnen Ländern oder Kunden bestimmter Unternehmen fort. So zielte beispielsweise eine Malware-Kampagne mit vermeintlichen Abholetiketten der Deutschen Post und ein E-Mail-Angriff auf Nutzer der Business-Plattform „Linkedin“, um die Anwender zu einer gefälschten und mit Malware infizierten Website zu führen.

Zunehmend registrierte das Research-Team auch so genannte Spear-Phishing-Attacken, die sich gegen spezifische Nutzer richten. In einem kürzlich aufgetretenen Fall erhielten US-Bürger mit Wohnsitz im Ausland E-Mails der US-Steuerbehörde IRS, die sie aufforderten, ein Formular auszufüllen und eine Kopie des Reisepasses zu übersenden. Obwohl Spear-Phishing-E-Mails seltener auftauchen, sind sie aber aufgrund ihrer zielgerichteten Empfängerauswahl erheblich gefährlicher.

Den vollständigen Report gibt es

unter

www.eleven.de/eleven-security-reports.html

.

Im Juli 2012 hat Saudi-Arabien Indien als Spam-Spitzenreiter abgelöst. Deutschland belegte mit 7,3 Prozent Platz 3.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Sprunghafter Anstieg von Drive-by-Angriffen und Malware-E-Mails

Verwandte Artikel

Botnet

Eleven

Security-Report