Mobilfunk mit superschneller Breitband-Basis

Alcatel-Lucent und Vodafone führen TWDM-PON-Feldversuch in Europa durch

23. Juli 2015, 08:42 Uhr   |  LANline/jos

Alcatel-Lucent und Vodafone führen TWDM-PON-Feldversuch in Europa durch

Alcatel-Lucent und Vodafone führen den ersten Feldtest in Europa mit der Breitbandtechnik TWDM-PON (Time and Wavelength Division Multiplexed Passive Optical Networks) durch. Vodafone bereitet damit nach eigenen Angaben das eigene Netz auf den wachsenden Datenverkehr und auf steigende Anforderungen an den Rücktransport der Funkdaten in das Festnetz (Mobile Backhaul) vor.

Durch den Einsatz der TWDM-PON-Technik von Alcatel-Lucent sei Vodafone in der Lage, im bestehenden Glasfasernetz sehr hohe Geschwindigkeiten von bis zu 40 Gigabit pro Sekunde – das entspricht 10 GBit/s pro Wellenlänge – zu erzielen und damit den Nutzern entsprechende Dienste anzubieten, so die beiden Anbieter. Die neue Technik ermögliche neue Datendienste für Konsumenten zu Hause, Unternehmen bietet sie eine höhere Kapazität.

Vor dem Hintergrund von über 446 Millionen Mobilfunknutzern weltweit spielt TWDM-PON demnach eine wichtige Rolle in der Strategie von Vodafone, mit der das Unternehmen die steigenden Bandbreitenanforderungen bedienen will, die durch den Umstieg der Kunden auf 4G entstehen.

Der Feldversuch baut auf dem Laborversuch von Vodafone im spanischen Vigo auf, bei dem die TWDM-PON-Technik Bitraten von bis zu 20 GBit/s auf zwei Wellenlängen erzielte. Mit TWDM-PON ist Vodafone nach eigenem Bekunden nun in der Lage, die Netzkapazität zu erhöhen, Geschäfts- und Privatkundendienste auf einer gemeinsamen Plattform zusammenzufassen, operative Kosten zu senken und neue Umsatzfelder zu erschließen – und zwar auf der Basis des bestehenden Glasfasernetzes.

Alcatel-Lucent und Vodafone arbeiten bei Tests und der Analyse von möglichen Rollout-Szenarien der TWDM-PON-Technik seit 2010 zusammen. Im Laufe dieser Zusammenarbeit haben beide Unternehmen zur Standardisierung dieses Verfahrens beigetragen. TWDM-PON ist mit bereits vorhandener PON-Technik kompatibel und stellt deshalb eine naheliegende und kostengünstige Lösung für Netzbetreiber dar, die den Zugang in ihre Glasfasernetze ausbauen wollen. Es nutzt vier Wellenlängen pro Glasfaser mit einer Gesamtkapazität von 40 GBit/s.

Weitere Informationen finden sich auf www.alcatel-lucent.com,

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