Sichere Zusammenarbeit

Hybrides Arbeiten schützen

7. Januar 2022, 12:00 Uhr | Larkin Ryder/wg
Collaboration
Viele Organisationen setzen heute für die Zusammenarbeit auf Collaboration-Tools. Diese sollten unternehmensgerechte Security-, DLP- und Compliance-Funktionen bieten.
© Slack

Innerhalb kürzester Zeit ist Remote Work aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Doch das Arbeiten von überall hat nicht nur Vorteile. So öffnet es unter Umständen neue Türen für Angriffe. Deshalb müssen Unternehmen dafür sorgen, dass Beschäftigte von jedem Arbeitsort aus sicher zusammenarbeiten können – auch mit externen Partnern und Kunden.

Es ist kein Geheimnis mehr: Die Pandemie hat die Arbeitswelt stark verändert. Denn Remote Work hat sich innerhalb kürzester Zeit als fester Standard etabliert. Laut einer Umfrage von Slack möchten 81 Prozent der Befragten in Deutschland auch in Zukunft nicht mehr darauf verzichten. Doch die äußerst kurzfristige Umstellung auf hybrides Arbeiten bringt erhebliche Risiken beim Thema Cybersicherheit mit sich – und in vielen Unternehmen besteht dringender Nachbesserungsbedarf.

Gerade jetzt, wo Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer öfter abseits des klassischen Büros arbeiten, ist die Aufklärung über Risikofaktoren und den richtigen Umgang mit Software eine entscheidende Komponente, um ein abgesichertes System zu schaffen. Ein offener, positiver Umgang mit IT-Sicherheit bildet einen wichtigen Grundstein im Sicherheitsgefüge eines Unternehmens. Es heißt nicht umsonst: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Arbeitgeber sollten es daher vermeiden, ihre Belegschaft unter Druck zu setzen, um Fehler zu verhindern. Stattdessen sollten sie, wo immer es möglich ist, Systeme einführen, die der Belegschaft ein sicheres Arbeitsumfeld bieten. Wo das nicht geht, sollten Unternehmen eine Kultur schaffen, die sich intensiv mit dem Thema Datensicherheit auseinandersetzt. Zusätzlich zu regelmäßigen Schulungen und Workshops müssen die Beschäftigten wissen, dass sie jederzeit Fragen zu Sicherheitsthemen anbringen können und ihre Bedenken Gehör finden. Durch diese Maßnahmen können Beschäftigte viele Cyberangriffe verhindern – oder zumindest erkennen und melden.

Update für die IT-Infrastruktur

Die beste Cybersicherheitskultur bringt allerdings wenig, wenn es Schwachstellen in der IT-Infrastruktur eines Unternehmens gibt. Eine durchdachte Auswahl von Sicherheitskomponenten und Tools bildet einen weiteren elementaren Baustein. Entscheidend ist der Schutz wichtiger Daten vor Angriffen von außen. Der erste Schritt besteht darin, dass Unternehmen genau wissen, wo ihre Daten gespeichert sind. Bei der Umstellung einer On-Premise-Infrastruktur auf die Cloud sollten sie deshalb auf Dienste setzen, die Optionen für die Datenaufbewahrung an einem von ihnen vorgegebenen Ort bieten. Das ist auch wichtig, um rechtliche Anforderungen oder branchenspezifische Verordnungen zu erfüllen.

Darüber hinaus sind Unternehmen gut beraten, ihre Belegschaft mit Hard- und Software auszustatten, die den modernsten Sicherheitsstandards entspricht. Collabora-tion-Plattformen eignen sich beispielsweise hervorragend, um die Nutzung veralteter Technik wie etwa E-Mail zu reduzieren. Fakt ist: Die E-Mail ist eines der größten Risiken, da sie häufig zur Verbreitung von Malware und für Social-Engineering-Angriffe zum Einsatz kommt. Laut einer Erhebung des Sicherheitsspezialisten Trend Micro lag der Anteil von Cyberangriffen, die auf E-Mails zurückgehen, im Jahr 2020 bei 91 Prozent. Mit Phishing kommen Kriminelle leicht an sensible Daten wie Passwörter. Channel-basierte Messaging-Plattformen verringern dieses Sicherheitsrisiko, da nur Anwenderinnen und Anwender Zugriff haben, die explizit zur Zusammenarbeit eingeladen sind.

Die Zusammenarbeit per Collaboration-Plattformen ist jedoch nicht nur auf die eigene Organisation begrenzt. Collaboration-Tools sollten deshalb die Möglichkeit bieten, über Unternehmensgrenzen hinweg mit anderen Organisationen zusammenzuarbeiten. Dadurch sollten sie eine sichere Umgebung für die produktive Zusammenarbeit mit externen Partnern, Lieferanten und Kunden schaffen.


  1. Hybrides Arbeiten schützen
  2. Stabile Datensicherheit

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