Digitale Resilienz und Zero-Trust-Sicherheit

In Krisensituationen sicher kommunizieren

28. Juni 2022, 12:00 Uhr | Tobias Stepan/am
Notfallkommunikation
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Die aktuellen Geschehnisse in Europa verstärken das Sicherheitsbedürfnis – auch in Unternehmen. Infolgedessen haben Cybersicherheit und eine sichere Kommunikation – sowohl innerhalb einer Organisation als auch zu externen Stakeholdern – an neuer Relevanz gewonnen. Unternehmen rüsten auf, um für nicht vorhersehbare Notfall- und Krisensituationen gewappnet zu sein. Denn dann sind schnelle Reaktionen, klare Informationen und konkrete Anweisungen in der Kommunikation gefragt. Nur so können Unternehmen ihren Beschäftigten, Partnern sowie Kunden Unsicherheiten nehmen und selbst handlungsfähig bleiben. Ziel muss es sein, die digitale Resilienz zu steigern und die Kommunikation auf Basis eines Zero-Trust-Sicherheitskonzepts aufzubauen.

Ob reale Notfälle oder digitale Cyberkrisen aufgrund von Hackerangriffen – für beides müssen sich Unternehmen entsprechend aufstellen. In diesem Zusammenhang erhalten die Themen digitale Resilienz, Zero Trust und Notfallkommunikation eine neue Wichtigkeit. Gleiches gilt für digitale Kommunikationslösungen, die als Hauptkommunikationsmittel sicher funktionieren und Notfallsituationen kommunikativ unterstützen sollen. Daher suchen Unternehmen nach sicheren digitalen Kommunikationslösungen, die auch bei Telefonie- und Stromausfällen funktionieren und die Zusammenarbeit von Teams, Abteilungen oder des gesamten Unternehmens während einer Krisen- oder Notfallsituation ermöglichen. Den Wunsch nach erhöhter Sicherheit erfüllen entweder Plattformen, die sich gesamtheitlich auf Krisen-Management fokussieren, oder Lösungen, die durch spezifische Funktionen eine reibungslose Kommunikation garantieren. Aus datenschutzrechtlichen Gründen meiden Unternehmen dabei zunehmend kostenlose Messenger wie WhatsApp & Co. Aber auch bei Unified-Communications-und-Collaboration-Tools (UCC) wie Microsoft Teams und Zoom stoßen Unternehmen immer häufiger an Compliance- und funktionale Grenzen.

Organisationen, die eine für Unternehmen spezialisierte Kommunikationslösung einsetzen, sind nicht nur deutlich krisenfester, sondern weisen zudem eine höhere digitale Resilienz auf. Das bedeutet, sie verfügen über eine stärkere Widerstands- und Regenerationsfähigkeit angesichts komplexer und zunehmend unvorhersehbarer Risiken in digitalen sowie informationstechnischen Zusammenhängen. Noch mehr Schutz ist durch das Zero-Trust-Sicherheitsprinzips zu erlangen. Zero Trust bedeutet, Dienste, Geräte und Anwender im eigenen Netzwerk wie Externe zu behandeln. Dem Zero-Trust-Prinzip folgend gilt es, alle verfügbaren Datenpunkte in die Authentifizierung und Autorisierung einzubeziehen, Nutzerrechte zu beschränken und den Segmentzugriff zu minimieren. Bei einer digitalen Kommunikationslösung kann dies beim Hosting anfangen und über die Nutzerverwaltung bis hin zur Zwei-Faktor-Authentifizierung und Standort-Freischaltung gehen. Auf diese Weise müssen Hacker nicht nur eine, sondern viele Hürden überwinden, um Daten abzugreifen oder Schaden anzurichten. Eine digitale Kommunikationslösung, die auf Zero Trust aufbaut, ist eine unverzichtbare Verstärkung der digitalen Resilienz.

Die Grundsteine einer digitalen Kommunikationslösung

Wie bereits angeklungen, geht es bei digitalen Kommunikationslösungen um viel mehr als nur DSGVO-Konformität und die Erfüllung der Compliance. Auch in Krisen- und Notfallsituationen sollten sie einwandfrei einsetzbar sein. Dabei spielt die funktionale Beschaffenheit eine entscheidende Rolle. Eine digitale Kommunikationslösung muss auf den folgenden drei Grundsteinen basieren: Sicherheit, Geschwindigkeit und Notfall-Funktionen. In Krisen- und Notfallsituationen können Sekunden entscheidend sein. Die Kommunikationsgeschwindigkeit ist daher ein essenzieller Faktor. Für die Krisenkommunikation gilt es, mobile Endgeräte und digitale Lösungen samt geeigneter Funktionen schon bereitzustellen, bevor es zu einer Ausnahmensituation kommt. Um alle Beteiligten zugleich bestmöglich zu schützen, sind primäre Sicherheitsanforderungen in Krisen und Notfällen unverzichtbar. Dazu gehören maximale Datensicherheit, größtmögliche Datenhoheit sowie die Arbeit auf der Grundlage von Zero Trust. Zudem verlangt das Managen von Ausnahmensituationen ein hohes logisches Verständnis. Entscheidend dabei ist, das Geschehen aus funktionaler Sicht zu betrachten. Je einfacher die Lösung anzuwenden ist, desto schneller ist es möglich, alle Betroffenen zu informieren.

Nur wenn eine Kommunikationslösung auf diese drei zentralen Aspekte einzahlt, unterstützt sie Krisen- und Notfallsituationen, indem sie einen reibungslosen Informationsaustausch vor, während sowie danach ermöglicht. Das schließt ebenso Mitarbeitende, Stakeholder und Kunden ein.


  1. In Krisensituationen sicher kommunizieren
  2. In drei Schritten vorbereitet auf Krisen- und Notfallsituationen

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