Philips Speech Live/Speech One im Praxistest

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Speech Processing Solutions
Das kabellose Diktier-Headset SpeechOne von Philips ist die ideale Ergänzung beim Einsatz der Spracherkennung SpeechLive.
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Auch wenn die Technik zur Interaktion von Computer und Mensch ständig feiner und besser wird: Texte gelangen in der Regel über die althergebrachte Tastatur in die entsprechenden Programme. Lösungen wie Speech Live von Philips sollen dazu beitragen, dass sich dies möglichst komfortabel ändert.

Die Erkennung von Sprache ist ein Thema, dass die IT schon lange beschäftigt. Ein Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten diverser Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Apples Siri zeigt, dass Sprach-erkennung aktuell eine übliche Technik darstellt, die keiner besonderen Programme oder gar spezieller Hardwarelösungen bedarf. Standardprogramme und Betriebssystem erledigen diese Aufgaben bereits. Doch wer Spracherkennung professionell nutzen will, um beispielsweise Texte direkt zu transkribieren, wird schnell feststellen, dass die gängigen Sprachassistenten dazu bedingt taugen: Wohl jeder hat sich bereits über eine der kryptische, un- oder gar missverständlichen E-Mail-Nachrichten gewundert, die ein Bekannter mittels einer dieser Softwarelösungen „schnell mal diktiert“ hat.

Spracherkennung für den professionellen Einsatz

Die Firma Speech Processing Solutions (SPS) ist in Österreich beheimatet und bezeichnet sich selbst als ein globales Technologieunternehmen, dessen Schwerpunkt auf Sprache-zu-Text-Lösungen liegt. Diese arbeiten laut Angaben des Unternehmens dabei oft auf Basis von künstlicher Intelligenz. Vertrieben werden die Produkte dabei unter der Marke „Philips Speech“. Uns stand für diesen Bericht neben der Software SpeechLive auch die entsprechende Hardware des Herstellers als SpeechOne zur Verfügung, ein kabelloses Diktier-Headset. Dabei enthielt dieses Set neben dem eigentlichen kabellosen Diktier-Headset noch eine Docking-Station und ein Statuslicht.

Beim Auspacken dieser Lösung fühlten wir uns allerdings an ein Ikea-Möbel erinnert: Viele kleine Tüten mit Einzelteilen, die dann anhand mehr oder minder logisch aufgebauten Zeichnungen zunächst auf den Zusammenbau warten. Auf dem mitgelieferten „Quick Start Guide“ finden sich auch keine weiteren Erklärungen, sodass uns der mitgelieferte „Leuchtturm“ zunächst ratlos zurückgelassen hat. Aber ein Download einer umfangreicheren PDF-Broschüre von der Website des Anbieter brachte dann schnell Aufklärung über die Funktion diese mitgelieferten Gadgets: Eine Signalleuchte, die vom Nutzer an seinem Notebook oder Bildschirm angebracht werden kann und den Kollegen durch rotes Leuchten kund tut, dass hier „live“ gesprochen wird.

Die weiteren Teile des Sets sind schneller einzuordnen. Das eigentliche Headset ergänzt eine Sammlung von Plastiktüten, in denen diverse magnetisch selbsthaftende Polster zu finden sind, die das insgesamt eher unbequem aussehende Konstrukt entsprechend abfedern sollen. Der Anbieter hebt dabei hervor, dass es durch den flexiblen Austausch dieser Polster einfacher möglich ist, ein solches Set mit mehreren Anwendern und Anwenderinnen einzusetzen. Wer sein Headset lieber in Form eines Nackenbügels auf dem Kopf drapiert, findet einen solchen Plastikbügel ebenfalls zur Montage im Set enthalten.

Neben einem USB-Verbindungskabel enthält  die Packung dann noch die sogenannte Dockingstation, ein für seine Größe recht schweres Kästchen mit diversen Anschlüssen und Anzeigen. In dessen Mitte befindet sich ein Metallknopf, der dazu dient das Headset via Induktion aufzuladen. Es sieht zunächst etwas merkwürdig aus, wenn das Headset dort auflädt, funktionierte im Test jedoch erstaunlich gut. Wer das Headset lieber via USB-Kabel aufladen will, findet auch dazu einen entsprechenden Anschluss an dem Kopfhörer. Vor dem ersten Einsatz muss die Dockingstation zunächst geladen sein, was ebenfalls über eine Verbindung via USB zum PC oder einem entsprechenden Netzteil erfolgen kann.


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