Der Aachener Netzwerkausrüster Lancom hat mit der neuen 1900-Serie drei neue Router für die performante und hochverfügbare VPN-Filialanbindung per VDSL, LTE, Glasfaser oder Kabel-Internet angekündigt. Bei den drei neuen Modellen handelt es sich um den 1906VA (siehe Bild oben) mit zwei VDSL2-Modems und zwei ISDN- sowie vier Analoganschlüssen und den 1906VA-4G mit zusätzlichen LTE-Advanced (4G). Beide Router verfügen außerdem über WAN-Ports für den Anschluss an Kabelmodems und Glasfaser.

Der ebenfalls neue 1900EF verzichtet hingegen auf zusätzliche Schnittstellen und ist nach Herstellerangaben mit seinen zwei Gigabit-Ethernet-WAN-Ports direkt für den Anschluss an schnelle Glasfasernetze und externe Modems ausgelegt. Des Weiteren lassen sich alle drei Modelle optional via SDN oder SD-WAN (Software-Defined Networking, Software-Defined WAN) über die Lancom Management Cloud (LMC) betreiben.

Die VPN-Router der neuen Produktfamilie sollen außerdem über ein Load Balancing von zwei ADSL2+/VDSL2-Anschlüssen sowie Backup-Möglichkeiten über LTE Advanced mit 300 MBit/s verfügen und zudem eine nahtlose Migration zu IP-basierter Telefonie ermöglichen. Lancom hat die neuen Modelle nach eigenen Angaben für eine Vielzahl von teils bandbreitenintensiven Diensten konzipiert, etwa die Anbindung an Cloud-Dienste, Nutzung von HD-Streaming, Multimedia- und Sprachanwendungen (All-IP) oder VPN.

Mit der neuen Router-Familie führt Lancom nach eigenen Angaben ein neues Vollmetall-Gehäuse mit integrierten 230V-Netzteil ein, das sich über die beiliegenden Montagewinkel in jedem 19“-Rack installieren lassen soll. Das lüfterlose Design ohne rotierende Teile sorge für einen leisen Betrieb und hohe Ausfallsicherheit. Die nach vorne geführten Anschlüsse erlauben laut Hersteller einen schnellen Zugriff auf die Anschlüsse.

Der Netzwerkausrüster bekundet außerdem, dass alle Router-Modelle der neuen Reihe bis zu vier Internetanschlüsse für eine bestmögliche Bandbreite und Lastenverteilung gleichzeitig nutzen. Mittels Advanced Routing and Forwarding (ARF) sollen bis zu 64 isolierte und getrennt voneinander routende IP-Kontexte eine elegante Möglichkeit bieten, alle IP-Anwendungen über einen zentralen Router zu führen und die verschiedenen Kommunikationskanäle sicher voneinander abzugrenzen. Die 25 (optional 50) integrierten IPSec-VPN-Kanäle sorgen für Verschlüsselung, die sichere Anbindung mobiler Mitarbeiter und den Schutz unternehmensinterner Daten, so Lancom.

Zudem sind die beiden Schwestermodelle 1906VA-4G und 1906VA mit dem hauseigenen Voice Call Manager ausgestattet, der klassische Aufgaben für das Telefonleitungs-Management übernehmen und alle mit dem Router verbundenen TK-Komponenten und -Funktionen steuern soll.

Die LMC bietet nach Bekunden des Netzwerkausrüsters die Möglichkeit eines vollautomatisierten Managements der Router. Mit SD-WAN ermöglichen die Geräte die automatische Einrichtung sicherer VPN-Verbindungen zwischen Standorten, inklusive Netzwerkvirtualisierung und Backup auch über die Weitverkehrsstrecken. Beispielsweise lasse sich die VPN-Funktionalität per Mausklick aktivieren und die gewünschten VLANs für den jeweiligen Standort auswählen. Eine aufwändige Konfiguration der einzelnen Tunnel-Endpunkte sei somit nicht mehr nötig.

Die Router der 1900er Serie sind ab Ende Januar verfügbar. Weitere Informationen finden sich unter www.lancom-systems.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.