Der US-Hersteller Micron hat seine 5.100-Serie an Enterprise Sata Solid State Drives (SSDs) vorgestellt. Die Laufwerke sollen es Datenspeicherplattformen ermöglichen, die Anforderungen an Performance, Kapazität und Optimierung auf Enterprise-Ebene zu erfüllen. Bei Micron handelt es sich ursprünglich um einen Hersteller von Halbleitersystemen, der sich seit einigen Jahren zunehmend als Anbieter von Komplettlösungen am Storage-Markt positionieren will.

Die Enterprise Sata SSDs der 5.100-Serie basieren auf Microns „3D NAND“-Technik. Außerdem umfasst die neue SSD-Familie die drei Modelle Eco, Pro und Max. Jede Variante ist laut Hersteller für unterschiedliche Workloads designt. Bei der 5.100 Eco liegt der Schwerpunkt nach Bekunden des Herstellers auf Cloud-Services. Das Laufwerk sei auf die Übertragung von Inhalten – beispielsweise dem Streaming von Videos und anderen Medien – optimiert. Außerdem ist sie nach Bekunden des Herstellers bezüglich der Performance und Belastbarkeit für einen gleichbleibend hohen Datendurchsatz und eine schnelle Datenbereitstellung konzipiert. In einem Formfaktor von 2,5 Zoll betrage die Random-Lese- und Schreibgeschwindigkeit der 5.100 Eco 93.000 beziehungsweise 9.000 bis 31.000 IOPS. Außerdem sei die Eco-Variante mit Speicherkapazitäten von 480 GByte bis 8 TByte (2 TByte im Formfaktor M.2) erhältlich.

Die 5.1000 Pro verfügt laut Micron über eine Random-Lese- und Schreibgeschwindigkeit von 78.000 bis 93.000 beziehungsweise 26.000 bis 43.000 IOPS und Kapazitäten von 240 GByte bis 4 TByte (2 TByte im Formfaktor M.2). Sie soll zudem eine gleichbleibende Performance für Anwendungen bieten, die auf geringe Latenzen angewiesen sind, beispielsweise Datenbanken für E-Commerce oder Verkaufstransaktionen. Außerdem würde sie durch bessere Reaktionszeiten die allgemeine Leistung verbessern.

Die 5.1000 Pro soll hingegen unerwartete Anforderungen in geschäftskritischen Rechenzentren erfüllen. Die SSD würde die dafür nötige Agilität und Flexibilität ermöglichen, um effizient auf mögliche Probleme reagieren zu können, so der Hersteller. Die Random-Lese- und Schreibgeschwindigkeit dieses Modells gibt Micron mit 93.000 beziehungsweise 48.000 bis 74.000 IOPS an. Die Speicherkapazität der Pro-Variante liegt zwischen 240 GByte und 2 TByte.

Darüber hinaus sei in der 5.100-Sata-Serie erstmals die Flexpro-Firmware-Architektur von Micron verfügbar. Diese umfasst das Flex Capacity Feature, das es laut Micron dem Anwender ermöglicht, die Kapazität für Anwendungs- und Workload-optimierte Performance anzupassen. Dadurch sollen Administratoren Zeit und Geld sparen können, indem sie Laufwerke und Server an unterschiedlichen Workload-Verkehr und neue Anwendungsanforderungen über die Firmware neu anpassen. Ein weiteres Feature der Firmware ist Flex Security. Dies umfasst nach Herstellerangaben verschiedene Sicherheitsfunktionen zum Schutz der Daten vor unbefugtem Zugriff. Neben einer Datensicherung bietet Flex Security eine AES-256-bit-Verschlüsselung sowie einen TCG-Enterprise-Schutz auf einem FIPS-validierten (Federal Information Processing Standard) SATA-SSD-Laufwerk.

Weitere Informationen stehen unter www.micron.com zur Verfügung.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.