Arista: Routing-Lösungen für Service-Provider

Cloud-Routing am Netzwerkrand

27. August 2021, 12:00 Uhr   |  Anna Molder

Cloud-Routing am Netzwerkrand
© Arista

Arista Networks hat seine Cloud-Routing-Lösungen für Netzwerk-Edge-Rollen der nächsten Generation erweitert. Die EOS-Erweiterungen (Extensible Operating System) für Cloud- und Service-Provider sollen das Edge- und Backbone-Routing transformieren, indem sie von Legacy-Routern zu softwaregesteuerten, hochverfügbaren und skalierbaren Architekturen migrieren.

Mit Hilfe der Routing-Lösungen sollen sich die Multi-Cloud-Edge-, Metro-Edge- und 5G-Edge-Designs für Cloud- und Service-Provider vereinfachen lassen. Nachfolgend geht Arista auf diese drei Schlüsselattribute ein:

Die Nachfrage nach Public-Cloud-Diensten führt zum Cloud-Edge, der durch den Cloud-Footprint am Netzwerkrand entsteht, um Dienste näher am Endnutzenden bereitzustellen. Cloud-Edges sind global aufgebaut und basieren auf einer Layer-3-Architektur, einer softwaregesteuerten Bereitstellung und einer programmatischen Verkehrssteuerung, um einen unterbrechungsfreien, global skalierbaren Service zu liefern.

Veraltete Router-Designs verschlechtern die Qualität und das Endnutzererlebnis für Service Provider. Um die Bandbreitennachfrage und schnellere Konnektivität für E-Line- und E-LAN-Dienste zu erfüllen, rüsten Service-Provider ihren Metro-Ethernet-Edge mit 100G/400G-Routing-Plattformen auf. Um eine Opex-Effizienz zu erreichen, vereinfachen Service-Provider außerdem die Protokollkomplexität, indem sie ein einziges Protokoll für mehrere Edge-VPN-Services übernehmen und eine konsistente Automatisierung für die Metro-Netze vorantreiben.

Die 5G-Architektur löst das traditionelle mobile Backhaul ab und bringt die öffentliche Cloud in das RAN (Radio Access Network), um lokalisierte Dienste in Echtzeit zu aktualisieren. Um die Bandbreitennachfrage von verteilten Knoten und hochskalierten Benutzer-, Geräte- und Verkehrsprofilen zu bewältigen, erfordert der 5G-Edge ein skalierbares Routing-Design mit Hochgeschwindigkeits- und Hochleistungskonnektivität, ein einziges Betriebssystem für auf offenen Standards basierende Protokolle, ein konsistentes Automatisierungs-Framework für den mobilen Backhaul und die MEC-Bereitstellung (Multi-Access Edge Compute).

Die Funktionen für diese Routing-Anwendungsfälle sind laut Arista ab sofort in der aktuellen EOS-Version verfügbar. Die hauseigene R-Serie biete hohe Leistung, Skalierbarkeit und Port-Dichte. Die R3-Serie umfasst die Systeme 7800R3 und 7500R3 mit einer Skalierung auf 460 TBit/s. 7500R3- und 7800R3-Linecards mit nativen 25G-SFP-Ports sollen für flexible Skalierung von Edge-Routing-Anwendungen sorgen. Die 7800R3-Serie verfüge über 16 Slots für bis zu 576 400G- oder 768 100G-Ports.

Außerdem gab Arista bekannt, dass die 7280R3-Serie von 1HE- und 2HE-Systemen bis zu 9,6 TBit/s mit 24 400G-Ports in 1HE skaliert. Die Systeme 7280CR3MK-32P4S und 7280CR3MK-32D4S mit 32 100G-Ports und vier 400G-Ports sollen sowohl Routing-Skalierung als auch integrierte MACsec-Verschlüsselung bei 100G bieten. Die Systeme 7280CR3-36S und 7280CR3K-36S mit 36 100G-Ports und flexiblen Port-Modi bieten laut Hersteller Optionen für alle Edge-Rollen von 10G bis 400G. Der 7280SR3M-48YC8 verfüge über 48 25G-Ports und acht 100G-Ports mit MACsec-Verschlüsselung. Und schließlich sei der 7280SR3-40YC6 mit 40 25G-Ports und sechs 100G-Ports für Aggregations- und Zugangsimplementierungen geeignet.

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