Umfrage zum Arbeiten nach Corona

Not macht „as a Service“-affin

04. September 2020, 12:00 Uhr   |  Wilhelm Greiner

Not macht „as a Service“-affin
© Wolfgang Traub

Laut einer Vanson-Bourne-Umfrage im Auftrag von HPEs Netzwerktochter Aruba investieren IT-Entscheidungsträger aufgrund der Corona-Krise verstärkt in Cloud- und KI-basierte Technologien: Der Report „Arbeiten nach Corona: Vorbereitung auf den neuen Arbeitsplatz" zeigt auf, wie IT-Verantwortliche auf die neuen Herausforderungen durch eine stärker verteilte Arbeitswelt reagieren. Ein Trend ist die verstärkte Nutzung „as a Service“ statt Kauf.

Das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne befragte im Mai 2.400 IT-Entscheidungsträger in den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Italien, Schweden, Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei, Indien, Singapur, Japan, China, Südkorea, Hongkong, Australien, Brasilien und Mexiko. Die Befragten kamen aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und aus den Branchen Bildung, Einzelhandel, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Hotel- und Gaststättengewerbe, Industrie, IT sowie von Behörden.

In Deutschland soll der Anteil per Abonnement bezogener IT-Services in den nächsten zwei Jahren um 38 Prozent steigen. „Der Vormarsch des hybriden Arbeitsplatzes zwingt die IT-Führungskräfte dazu, ein sensibles Gleichgewicht zwischen Flexibilität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu schaffen“, kommentiert Arubas EMEA-Chef Morten Illum.

20 Prozent der Befragten beschreiben den Einfluss von COVID-19 auf ihre Mitarbeiter als „erheblich“ (Pflichturlaub oder Entlassungen), 48 Prozent als „moderat“ (zeitweise Mitarbeiterkürzungen) und 23 Prozent als „niedrig“ (wenige Jobs betroffen). In Europa melden Russland (27 Prozent), Schweden und Frankreich (beide 24 Prozent) den höchsten Anteil an erheblichen Auswirkungen, hierzulande waren es nur 16 Prozent.

74 Prozent sagen, man habe seit Beginn der Pandemie Investitionen in Netzwerkprojekte verschoben oder verzögert, 30 Prozent haben Projekte komplett gestrichen. Die meisten Projektstreichungen meldete hierbei Schweden (59 Prozent), die wenigsten Italien (elf Prozent), in Deutschland waren 29 Prozent davon betroffen.

Die gute Nachricht: Die große Mehrheit der Befragten plant, ihre Netzwerkinvestitionen angesichts der Pandemie beizubehalten oder sogar zu erhöhen, um den neu aufkommenden Bedarf von Mitarbeitern und Kunden zu unterstützen. So planen international 38 Prozent der Befragten (in Deutschland 31 Prozent), ihre Investitionen in Cloud-Lösungen zu erhöhen, 45 Prozent wollen auf dem gleichen Ausgabeniveau bleiben und nur 15 Prozent die Ausgaben reduzieren.

Bei der Budgetplanung interessieren sich IT-Entscheider als Reaktion auf die Corona-Krise vermehrt für Nutzungsmodelle jenseits des klassischen Hardware- oder Lizenzkaufs. In Deutschland ziehen 47 Prozent der Befragten Abonnements für Hard- und Software in Erwägung, 56 Prozent suchen nach Managed Services für schlüsselfertige Hardware/Software und 29 Prozent erwägen Leasing. Man möchte also offenbar finanziell flexibler sein – da trifft das Prinzip „as a Service“ den Nerv der Zeit.

Weitere Informationen finden sich unter www.arubanetworks.com.

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