Weidmüller: Intelligenter Überspannschutz für Industrienetze

Überspannungsschutzableiter für Echtzeit-Überwachung

21. Juli 2020, 12:30 Uhr   |  Anna Molder

Überspannungsschutzableiter für Echtzeit-Überwachung
© Weidmüller

Weidmüller stellte den Überspannungsschutzableiter vom Typ VPU AC IoT vor. Dieser soll die Funktionen eines leistungsstarken Überspannungsschutzes mit denen eines intelligenten IoT-Geräts vereinen und gleichzeitig industrielle Energienetze schützen.

Die Überspannungsschutzgeräte sorgen laut Weidmüller für stabile 230/400V-Netze. Sie sollen sich besonders für den Einsatz in der Gebäudeinfrastruktur eignen. Damit sei eine Zustandsüberwachung in Echtzeit möglich, also ein Live-Monitoring des Ableiters. Wichtig sei dieses Instrument in den Fällen, in denen es Abweichungen von der Norm gibt. In diesem Fall erhält der Anwender automatisch eine Anzeige.

Laut Angaben von Weidmüller protokolliert der Varitector PU AC IoT die Überspannungsimpulse und überwacht den Status der Schutzleiterverbindung oder die Historie der temporären Überspannungen (TOV). Damit ließen sich Rückschlüsse auf die Lebensdauer des Ableiters ziehen und Service-Einsätze besser planen, zum Beispiel zum frühzeitigen Austausch des Ableiters. Dafür erhalte der Anwender beispielsweise die Betriebsdaten zur Kontrolle oder die Meldung, dass der Ableiter aufgebraucht ist und im nächsten Wartungsintervall auszutauschen ist.

Weidmüller hob die Betriebsbereitschaft des Varitector hervor. Die IoT-Funktion soll dem Blitzstrom standhalten, sodass selbst nach einer Überspannung die Daten für die Echtzeitüberwachung weiter zur Verfügung stehen. Dies biete neben Anwendungen in der Gebäudeinfrastruktur vielfältige Einsatzmöglichkeiten wie beispielsweise in Windkraftanlagen.

Bei dem Design der Lösung lag der Fokus laut Anbieter auf einer schnellen und einfachen Cloud-Integration und Kommunikation. Eine Möglichkeit zur Vernetzung sei eine schnelle Direktverbindung mit mobilen Endgeräten in einer Punkt-zu-Punkt-Übertragung.  Die Übertragung der Daten könne auch durch lokale Web-Interfaces, wie Router, Switches und IoT-Koppler erfolgen.

Die Integration in das IIoT könne auch über Webserver erfolgen. Mit der Nutzung des MQTT-Protokolls stehen dem Anwender laut Weidmüller die Daten als standardisierte Protokolle zur Verfügung, die er einfach in seine bestehenden Engineering-Systeme integrieren kann. Das MQTT-Protokoll verwaltet und administriert dabei jeglichen Datenverkehr über den so genannten MQTT-Broker.

Weitere Informationen stehen unter www.weidmueller.de zur Verfügung.

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