Extreme Networks nutzt Fabric-Connect-Technik aus Avaya-Akquisition

Automatisiertes Netzwerk-Management für komplexe Umgebungen

15. September 2017, 13:45 Uhr   |  Von Dr. Wilhelm Greiner.

Automatisiertes Netzwerk-Management für komplexe Umgebungen

Mit einer neuen Management-Lösung will Extreme Networks den Zeit- und Ressourcenaufwand für die Verwaltung komplexer Netzwerke senken: Extreme Automated Campus soll gegenüber traditionellen Netzwerklösungen vor allem durch Plug-and-Play-Installation und Flexibilität punkten. Zwei Monate nach dem Abschluss der Übernahme des Netzwerkgeschäfts von Avaya kombiniert die neue Lösung Avayas Fabric-Connect-Infrastruktur mit dem Extreme Management Center, ergänzt um Support-Services des Netzwerkausrüsters.

Extreme Networks hat laut eigenem Bekunden nun seine LAN- und WLAN-Lösungen in die Fabric-Connect-Architektur integriert, um IT-Organisationen mehr Flexibilität bei der Weiterentwicklung ihrer Netzwerke zu bieten. Avayas Netzwerkportfolio habe man im Gegenzug in das Extreme Management Center eingebunden, sodass Anwender einen Rundum-Überblick über ihr gesamtes Netzwerk, Anwender und Applikationen erhalten, so der Hersteller.

Laut Extreme-Networks-Angaben ist Fabric Connect gemäß der Erfahrung mit über 1.500 Installationen elfmal schneller einsatzbereit als andere Netzwerklösungen. Die Zeit für Fehlerbehebungen lasse sich durchschnittlich um den Faktor sieben verkürzen.

Neu sind zudem mit VSP 8600 und VSP 8404C zwei Hardware-Plattformen für hohe 10/40/100GbE-Leistung im Aggregation- und Core-Layer. VSP 8404C ist ein modularer, 2HE großer Core-Switch mit vier Anschluss-Slots für hohe Flexibilität, VSP 8600 ein 7HE großer Core Switch mit laut Extreme-Angaben 21 TBit/s Switching-Kapazität.  Beide unterstützen ebenfalls Fabric Connect.

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Der 7HE große Core Switch VSP 8600 bietet laut Hersteller Extreme Networks eine Switching-Kapazität von 21 TBit/s. Bild: Extreme Networks

Extreme Networks betont, dies sei die einzige komplett automatisierte Enterprise-Netzwerklösung auf dem Markt. Man biete eine durchgängige Policy-basierte, Fabric-fähige Architektur vom Core bis hin zum Netzwerkzugang per WLAN. Dank Zero-Touch-Richtlinien und -Netzwerkfunktionen ermögliche sie echte dynamische Services.

Für mehr Sicherheit soll dabei die sogenannte "Hypersegmentierung" sorgen: Sie dient dazu, wichtige Anwendungen, Informationen oder Anwender zu isolieren und zu schützen. Hypersegmente lassen sich laut Extreme Networks wesentlich leichter und mit höherer Skalierbarkeit implementieren als herkömmliche Netzwerktechnik. Zur Überwachung der Zugriffe auf die Hypersegmente nutze man zentralisierte, rollenbasierte Richtlinien.

IT-Manager können laut Herstellerangaben zentralisierte Richtlinien für bis zu 200.000 Nutzer und Geräte erstellen; diese erhielten handlungsorientierte Erkenntnisse mit anpassbaren Signaturen für mehr als 7.000 Anwendungen. Extreme Management Center lasse sich außerdem durch offene APIs in die Lösungen von Drittanbietern integrieren.

Weitere Informationen finden sich unter www.extremenetworks.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.

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