Edgeline EL8000 Converged Edge System für Echtzeit-Datenverarbeitung in TK-Netzen

HPE: Flexible Edge-Plattform für Netzbetreiber

22. Februar 2019, 13:01 Uhr   |  Von Dr. Wilhelm Greiner.

HPE: Flexible Edge-Plattform für Netzbetreiber

Mit dem Edgeline EL8000 Converged Edge System will es Hewlett Packard Enterprise (HPE) den Netzbetreibern ermöglichen, datenintensive Dienste mit sehr geringer Latenz bereitzustellen. Als Einsatzfälle nannte HPE Streaming-Dienste, vernetzte Mobilität und die Smart City. Das neue System beruhe auf offenen Standards, verarbeite große Datenmengen in Echtzeit am Netzwerkrand (Edge), sorge für mehr Flexibilität und senke die Kosten.

Angesichts einer massiven Zunahme von Echtzeitdaten durch Entwicklungen wie das Internet der Dinge (IoT), autonome Fahrzeuge oder vernetzte kommunale Infrastrukturen ("Smart City") stehen Netzbetreiber vor der Herausforderung, ihre TK-Netze aus- und umzubauen. Dabei setzen sie unter anderem auf Standard-IT-Systeme und SDN-Architekturen (Software-Defined Network) wie vRAN (Virtual Radio Access Network) und vCMTS (Virtual Cable Modem Termination Systems). Für solche Einsatzfälle hat HPE das Edgeline EL8000 Converged Edge System nach eigenem Bekunden als offene Plattform entwickelt. Die Geräte sollen die proprietären Edge-Systeme der Netzbetreiber ersetzen.

Das Edgeline EL8000 Converged Edge System ist laut HPE für Anwendungen konzipiert, die auf sehr geringe Latenzen angewiesen sind, darunter Streaming Media, IoT, künstliche Intelligenz und Videoanalysen. Dank ihres kompakten, widerstandsfähigen Gehäuses eigne sich die Gerätefamilie für den Einsatz im Feld. Das System erfüllt laut HPE-Angaben die Anforderungen der Industriestandards NEBS und ASHRAE Klasse 3 und 4. Es sei resistent gegen Hitze, Erschütterungen, Vibration sowie Systemausfälle und lasse sich bei Außentemperaturen von 0 bis 55 °C betreiben. Die Montage sei im Rack oder als Einzelgerät möglich.

Das Single-Socket-Design mit Intel-Xeon-Scalable-Prozessoren senke die Latenz ebenso wie den Energieverbrauch. Der Betreiber könne die Systemkomponenten im laufenden Betrieb austauschen. Bestücken lasse sich das System unter anderem mit Nvidia Tesla GPUs, FPGAs von Intel und Xilinx, NICs von Intel oder Mellanox, bis zu 1,5 TByte RAM und 16 TByte Datenspeicher.

Dank diverser Tiefen- und Breitenoptionen für Blades und Chassis lässt sich das System laut HPE-Angaben flexibel konfigurieren, skalieren und unterschiedlichen Anforderungen anpassen. Zudem könne ein Netzbetreiber damit Mikrozellen aufbauen, um angesichts einer wachsenden Anzahl angeschlossener Geräte für die erforderliche Mobilfunkabdeckung zu sorgen.

HPEs Fernüberwachungssoftware iLO 5 und eine neu entwickelte Chassis-Manager-Software sollen das Betriebspersonal bei der Provisionierung, Systemüberwachung, Aktualisierungen sowie dem Management von HPE-Edgeline-EL8000-Converged-Edge-Systemen unterstützen, sodass vor Ort keine IT-Fachkenntnisse erforderlich sind.

HPE zeigt das Edgeline EL8000 Converged Edge System vom 25. bis 28. Februar auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona (Halle 3, Stand 3E11). Die Geräte sollen ab Juni 2019 weltweit verfügbar sein.

Weitere Informationen finden sich unter www.hpe.com

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Mobiler Begleiter für Edge Computing
Einheitliche Infrastruktur vom Netzwerkrand bis zur Cloud
BullGuards IoT-Plattform unterstützt 5G- und Edge-Computing-Architekturen

Verwandte Artikel

Autonomes Fahren

Carrier-Netze

Edge