Gesicherter KVM-Zugriff von überall via IP

IHSE erweitert die Konnektivität seiner KVM-Lösungen

04. April 2019, 12:21 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

IHSE erweitert die Konnektivität seiner KVM-Lösungen

IHSE aus Oberteuringen erweitert die Konnektivität seiner KVM-Lösungen um standortunabhängige Zugriffsmöglichkeiten über die IP-Schnittstelle. Dies soll erstmals den Zugriff auf geschlossene und eingeschränkte Draco-KVM-Installationen von entfernten Benutzern über eine IP-Verbindung ermöglichen.

Das neue IP-Modul (Secure IP Remote Access Gateway CON) verbindet die KVM-Matrix mit privaten oder öffentlichen TCP/IP-Netzwerken. Dies erlaubt den Fernzugriff auf matrixverbundene Zielgeräte per HTML-Browser oder Soft-Client bei laut IHSE maximaler Leistungsfähigkeit.

Das IP-Modul dient zudem als Isolator, indem es die Matrix und somit das sichere KVM-System (SecureCore) vom IP-Netzwerk trennt. So gelangt kein IP-Protokoll an oder in die Matrix. Dies gewährleistet die Integrität des KVM-Systems und stehe im Einklang mit der IHSE-Philosophie der sicheren Trennung von Kernmatrix und TCP/IP-Netzwerken als wirksame Gegenmaßnahme zu potenziellen Cyber-Attacken.

Der HTML-5.0-basierende Browser-Zugriff sorge zudem für eine hohe Flexibilität auch für den Zugriff von mobilen Geräten. Mehr Leistung und Funktionalität ist beim Zugriff per Windows- oder Linux-basierender Client-Software möglich, so der Hersteller weiter.

Das IP-Modul biete eine hohe Bildqualität mit einem Videosignal (1080p60) bei 8 Bit Farbtiefe und vollen 60 Bildern pro Sekunde (BpS). Bei Bedarf lassen sich auch 4K-Auflösungen mit 30 BpS erzielen. Trotz der hohen Auflösungen liegen die Latenzen unterhalb von 50 ms, so IHSE.

Die nahezu Echtzeitleistung komme damit erstmals ohne dedizierte Empfänger-Hardware aus, sie lasse sich vielmehr mit aktueller PC-Hardware als Empfangsgerät abbilden. Die Anforderungen an die Netzwerktechnik seien indes äußerst gering. Das Secure IP Remote Access Gateway benötigt laut IHSE weder aufwendig zu konfigurierende Multicast-Architekturen noch die hohen Bandbreiten ähnlich leistungsfähiger Systeme.

Für Installationen, die ohne die Komplexität von Matrixsystemen auskommen, bietet IHSE ein alternatives IP-Modul, das den direkten Anschluss eines Rechners anstelle des KVM-Links zur Matrix ermöglicht.

Weitere Informationen stehen auf www.ihse.de zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

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