Jeder zweite IT-Administrator denkt, dass die größte Gefahr im Campus lauert

Infoblox: Nie zuvor war ein Hochschulnetzwerk so schwer zu verwalten

02. November 2018, 13:00 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Infoblox: Nie zuvor war ein Hochschulnetzwerk so schwer zu verwalten

Infoblox, Anbieter von Cloud-basierenden Netzwerkdiensten, hat die Ergebnisse einer global durchgeführten Studie zum Thema "Netzwerksicherheit an Hochschulen? veröffentlicht. Die klare Tendenz: Drei von vier befragten deutschen IT-Verantwortlichen sagen, dass die Verwaltung und Absicherung des Hochschulnetzwerks in den letzten zwei Jahren deutlich schwieriger geworden ist. Die Studie unter dem Titel "Defending Networks at Higher Learning Institutions - Heroes Needed" wurde unter 600 Studierenden, IT-Verantwortlichen und Universitätspersonal in den USA, Großbritannien und Deutschland durchgeführt. Das zentrale Ergebnis der Studie zeigt, dass Hochschulnetzwerke äußerst komplex sind und damit eine Angriffsfläche für Cyber-Attacken bieten. Im Durchschnitt bringt jeder Student vier oder mehr Geräte mit in die Uni - daher melden 75 Prozent der IT-Experten einen Anstieg der Anzahl der angeschlossenen Geräte im Hochschulnetzwerk.

Die Tatsache, dass jedes Jahr zwischen 25 und 50 Prozent der Studentenschaft die Universität wechselt oder verlässt und somit neue Nutzer hinzukommen, sehen IT-Verantwortliche ebenfalls als erschwerenden Faktor.

Während vor zwei Jahren Studierende hauptsächlich Laptops und Smartphones auf dem Campus nutzten, sind es in Zeiten des Internet of Things (IoT) auch Tablets (62 Prozent), Smartwatches (28 Prozent) und Gaming-Konsolen (23 Prozent), die mit dem Hochschulnetzwerk verbunden sind. So hat sich die Anzahl der mit dem Netzwerk verbundenen Geräte drastisch erhöht. Die Studierenden bringen nicht nur mehr Geräte mit an die Uni, 60 Prozent der Universitätsmitarbeiter, Studierenden und IT-Verantwortlichen loggen sich mit vier oder mehr Geräten im Netzwerk ein, wodurch die Netzwerkaktivität massiv ansteigt.

Nicht nur die hohe Anzahl vernetzter Geräte sind für die Netzwerkverwaltung der Hochschulen problematisch - laut 48 Prozent der IT-Verantwortlichen geht die größte Gefahr für die Netzwerksicherheit von internen Faktoren aus. Jeder zweite IT-Verantwortliche hat die Erfahrung gemacht, dass etwa 25 Prozent der Geräte der Studierenden bereits mit Malware infiziert worden sind. Auch jeder dritte Studierende berichtet davon, dass ein Kommilitone oder eine Kommilitonin versucht hat sich in das Hochschulnetzwerk zu hacken.

Jedoch sind nicht nur die Studierenden die Schuldigen. In den letzten zwei Jahren haben mehr als die Hälfte aller befragten Personen keine Sicherheitsänderungen im Netzwerk durchgeführt. Dazu kommen veraltete Sicherheitsmaßnahmen in Universitäten wie die Aktualisierung von Passwörtern (65 Prozent). Mangelnde Aufklärung und Schulung der Studierenden und Universitätsmitarbeiter zum Thema IT Security gehören zu den Gründen für die schlechte Netzwerksicherheit.

Jeder dritte IT-Administrator verrät, dass die fehlende Sensibilisierung der Nutzer eine der größten Herausforderungen ist, um das Netzwerk abzusichern.

Abgesehen von Anwendungsfehlern, ist die veraltete Netzwerktechnik eine weitere Herausforderung. 30 Prozent der deutschen Studierenden und Universitätsmitarbeitern registrierten mindestens einmal pro Monat Netzwerkprobleme. Dazu kommt, dass nur 62 Prozent der aktuellen Netzwerk-Management-Lösungen DNS-Bereitstellungsfunktionen anbietet und eine Fernzugriffskontrolle für das Netzwerk bietet.

"Da Hochschulen sich zunehmend der digitalen Transformation stellen müssen und die Nutzer immer geräteunabhängiger werden, sind ihre Netzwerke komplexer und schwieriger zu verwalten,? sagt Frank Ruge, Director Sales Central Europe bei Infoblox. "Mit dieser Komplexität werden Netzwerke immer anfälliger für Cyber-Angriffe, wenn keine geeigneten Netzwerksicherheitsmaßnahmen vorhanden sind, um Malware, Ransomware und andere Angriffe frühzeitig zu erkennen und einzudämmen. Der Umstand, dass die Geräte dem Nutzer gehören und nicht der Institution, lässt den Schutz nur im Netzwerk zu und nicht am Endgerät."

Weitere Informationen stehen unter www.infoblox.com zur Verfügung. Die gesamte Studie gibt es hier: www.infoblox.com/wp-content/uploads/report-infoblox-higher-education-survey.pdf.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

IoT: Sicherheit bleibt Sorgenthema
Infoblox:
Thales: Unternehmen sorgen sich um IoT-Sicherheit

Verwandte Artikel

BYOD

Infoblox

IoT