Andreas Müller, Vectra, zur Sicherheit von Windows-Altsystemen

Keine Panik wegen Ende des Supports für Windows 7

16. Januar 2020, 09:33 Uhr   |  Von Dr. Wilhelm Greiner.

Keine Panik wegen Ende des Supports für Windows 7

Gestern hat Microsoft den Support für Windows 7 eingestellt. Dass dieser Schritt kommen würde, war seit Langem bekannt. Dennoch schrillen nun vielerorts die Alarmglocken, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit weiterhin laufender Windows-Altsysteme. Andreas Müller, Director DACH bei Vectra, plädiert dafür, die Lage unaufgeregt und sachlich zu betrachten.

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Plädiert für eine unaufgeregtere Diskussion der künftigen Windows-7-Sicherheit: Vectras DACH-Chef Andreas Müller. Bild: Vectra

"Windows 7 wird ab dem 15. Januar weiter funktionieren, es wird sich über Nacht nichts ändern", so Müller. In der Tat werde Windows 7 künftig anfälliger für Angriffe sein, er glaube aber nicht, dass die Auswirkungen katastrophal sein werden.

"Für Heimanwender, die - aus welchen Gründen auch immer - an Windows 7 festhalten wollen, könnten viele der potenziellen Probleme durch andere Tools und Methoden wie VPN, Verschlüsselung, Sicherheitssoftware und einen guten sicheren Heim-Router gemildert werden", so Vectras DACH-Chef. Auf Unternehmensseite wiederum könne man sich einfach für die nächsten drei Jahre für Windows 7 Extended Security Updates anmelden. "Dies deckt alles ab, was als kritisch oder wichtig erachtet wird", so Müller.

Mit Windows 7 Extended Security Updates werde sich somit nicht viel an der Angriffslandschaft für Unternehmen ändern. "Die meisten wichtigen Anwendungen wie der Google Chrome Browser werden auch weiterhin mit Updates für alle Benutzer unterstützt. Für alle anderen Benutzer sollte ein Update auf Windows 10 oder der Wechsel auf ein anderes unterstütztes Betriebssystem bereits erfolgt sein", so Müller. Dabei sollte man niemals ein nicht unterstütztes Betriebssystem für die öffentliche Nutzung des Internets, etwa für das Surfen im Internet oder für E-Mails, verwenden, denn dies sei nicht praktikabel.

Privatanwendern rät er generell zum Upgrade auf Windows 10: "Für die meisten Menschen sollte ein Upgrade so einfach wie ein Lizenzschlüssel sein. Die Hardwareanforderungen sind im Vergleich zu moderner Hardware relativ gering. Fast jeder PC aus den letzten zehn Jahren, was teilweise schon ,sehr alt? ist, sollte Windows 10 unterstützen können", so der Vectra-Mann. "Die meisten Benutzer setzen Windows 7 auf modernerer Hardware ein, einfach weil sie Windows 7 gerne benutzen und sich dafür entschieden haben." Windows 10 sei hingegen schon seit einiger Zeit das Standardbetriebssystem auf neuen PCs.

Weitere Informationen finden sich unter www.vectra.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.

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