Microsens zeigt neue Lösung auf der Light & Building

Smart I/O-Controller integriert analoge Geräte in die IP-Infrastruktur

19. März 2018, 09:01 Uhr   |  Von Timo Scheibe.

Smart I/O-Controller integriert analoge Geräte in die IP-Infrastruktur

Weniger Kabelsalat und mehr Steuerungsoptionen verspricht die Euromicron-Tochter Microsens mit dem neuen Smart I/O-Controller. Interessierte bekommen das PoE-gespeiste Modul derzeit auf der Light & Building in Frankfurt (18. bis 23. März) zu sehen. Mit dem Controller soll es möglich sein, jedes Gerät auf Sensor-Aktor-Ebene in die IP-Infrastruktur in Gebäuden zu integrieren. Selbst ältere Feldgeräte sind auf diese Weise direkt im IP-Netzwerk mit modernen Steuerungsoptionen ansprechbar, so der Hersteller. Bisher sei es am bequemsten gewesen, Nicht-IP-fähige Geräte über Funk an die IP-Infrastruktur anzubinden.

Dank der Speisung über Power-over-Ethernet (PoE+) müssen weder Steuerungs-Bus noch zusätzliche Stromkabel im Gebäude verlegt werden. Auf diese Weise ermöglicht Microsens nach eigenen Angaben eine vollständige IP-vernetzte Gebäudeautomationslösung ohne Schnittstellenproblematik.

Die Produktneuheit sei insbesondere für Betreiber von Gebäuden mit bestehender Automationsinfrastruktur geeignet. Bei Modernisierung oder Sanierung soll der Controller den Umstieg auf das Smart-Building-Konzept möglichst aufwandsarm ermöglichen. Dazu verbinde das neue Modul bereits verbaute Sensorik und Aktorik mit dem IP-Netzwerk und ermögliche dadurch die Integration in die herstellereigene Smart-Building-Lösung.

Zudem diene der I/O-Controller zur Erfassung von Sensorsignalen sowie zum Ansteuern von Automatisierungsaktoren. Er wird mit Ein- und Ausgangsports für digitale und analoge Signale angeboten und soll auf diese Weise die Lücke zwischen analogen Geräten und IP-basierender Gebäudeautomation schließen, so Microsens. Insgesamt hat der I/O-Controller acht Eingänge (vier analog und vier digital) und vier Ausgänge (zwei analog und zwei digital). Zwei analoge Eingänge arbeiten als PT100/PT1.000-kompatible Sensor-Ports.

Über die Smart Director App und das integrierte IEC-61131-3-konforme SPS-Laufzeitsystem microRTS sollen sich mehrere Smart I/O-Controller und daran angeschlossene Endgeräte ansteuern lassen. Das gilt laut Herstellerbekunden für Aktoren als auch für Sensoren. Anwender sollen die angebundenen Geräte über das Web-basierte Interface der Smart Director App bedienen und konfigurieren können. Individuelle Funktionen programmiere der Nutzer über die Entwicklungsumgebung microSys IEC-61131-3-konform.

Weitere Informationen finden sich unter www.microsens.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.

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