Stromwandler soll für Transparenz im Anlagenfeld sorgen

Weidmüller: KCMA-Stromwandler und Differenzstrom-Wandler

20. Januar 2020, 12:34 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Weidmüller: KCMA-Stromwandler und Differenzstrom-Wandler

Strommessungen geben nicht nur Auskunft über den Energieverbrauch einer Anlage, sondern auch über Verschleißerscheinungen oder sich anbahnende Isolationsfehler. Für die erforderlichen Messungen sind laut Weidmüller Wandlerspulen ideal, denn sie gewährleisten eine galvanische Trennung von Messgerät und Anlage. In der ursprünglichen Bauform ist ein einzelner Leiter durch die Spule geführt und dann angeschlossen. Dies kann während der Erstinstallation erfolgen oder wenn der Stromkreis für die Montage unterbrochen wird. Bei bestehenden Anlagen ist ein derartiger Eingriff jedoch nicht trivial. Daher bietet Weidmüller passend zu seinen Messgeräten spezielle Klappwandler für die unterschiedlichsten Anwendungen an, etwa für den nachträglichen Einbau oder für Differenzstrom-Messungen.

Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und schärferer Vorschriften, wie der besonderen Ausgleichsregelung für die EEG-Umlage, wollen viele Anlagenbetreiber ihre Energieverbräuche detaillierter als bisher erfassen. Dieses erfordert mehr Messpunkte für Ströme, in der Regel als Wandlerspule ausgeführt. Der nachträgliche Einbau eines Stromwandlers wird schnell zur Herausforderung. Dies gilt insbesondere bei beengten Platzverhältnissen oder wenn ein Abschalten der Anlage nur schwer zu realisieren ist. Mit KCMA-Kabelumbau-Stromwandlern will der Hersteller eine schnell installierbare und zuverlässig arbeitende Lösung zur Messung elektrischer Wechselströme bereitstellen. Sie eigne sich besonders für den nachträglichen Einbau, da der Primärstromkreis während der Installation nicht unterbrochen werden muss. Die sehr kompakten, teilbaren Stromwandler lassen sich laut Weidmüller problemlos in bestehende Systeme integrieren.

Isolationsfehler können zu ungeplanten Anlagenstillständen oder im schlimmsten Fall zu Schmorbränden führen. Meist verhindert dies ein Fehlerstromschutzschalter - löst dieser jedoch aus, steht die Anlage. Besonders langwierig wird die Fehlersuche, wenn die Ursache ein schleichend einsetzender Fehler ist. Die damit einhergehenden Fehlerströme lassen sich jedoch erfassen, lange bevor ein Sicherungsorgan auslöst: durch Differenzstrom-Messung. Sie unterstützt Anlagenbetreiber dabei, Störungen frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu beseitigen, die Anlagen- und Betriebssicherheit zu erhöhen sowie die Betriebskosten zu senken. Deshalb ist sie auch in mehreren Verordnungen für den Anlagenbetrieb vorgeschrieben. Besonders einfach und zuverlässig sollen sich solche Differenzströme mit den hauseigenen Differenzstrom-Wandlern und Messgeräten ermitteln lassen. Die sehr kompakten Geräte erfassen laut Weidmüller selbst kleinste Ströme und sind auf eigenen digitalen Messsysteme abgestimmt.

Weitere Informationen stehen unter weidmueller.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

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